Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 11 (28.2.1913)
- Date
- 1913-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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411 und legt diejenigen Verhältnisse dar, die zum Studium russischer Juden an den deutschen ■Hochschulen fuhren. Das Präsidium hat die Veröffentlichung dieser Eingabe in der Presse zu betreiben. 2. Die Teilnahme von V.J. St.-e r n an einem Klinikerstreik zum Zwecke der- Beschränkung des Ausländer Studiums ist mit der Tendenz des V. J. St. unvereinbar. 3. Die Korporationen im B. J. C. haben die an ihren Hochschulen studierenden jüdischen Ausländer im Sinne ihrer Tendenz zu beeinflussen. In der Debatte über die jüdische Turnbewegung fanden die Maßnahmen des Präsidiums,' das im vergangenen Jahre den korporativen Anschluß der Turnabteilungen der Kartellvereine und der Berliner Ruderabteilung an die Jüdische Turnerschaft herbeigeführt hat, allgemeine Billigung. Folgender Beschluß wurde gefaßt: In Erkenntnis der hohen Bedeutung der nationalen Turnbewegung für die Verbreitung derna'tionalenldeeunterderjüdischenjugend macht es der K. T. den Inaktiven- und Alten Herren des B. J. C. zur Pflicht, die Turnbewegung ideell und materiell und insbesondere durch aktive Mitarbeit in den Turnvereinen zuunterstützen. DieAktivitasistzurErfüllungdieserPflicht zu erziehen, jedoch hält es der K. T. für wünschenswert, daß die Aktiv itas in den eigenen Turnabteilungen der Kartellvereine turnt. In der Debatte über den Fuxenunterricht und die jüdische" Ausbildung der Burschen zeigte sich das Bestreben, auf dem seit dem letzten Kartelltag eingeschlagenen Wege fortzuschreiten und diese beiden Hauptzweige der inneren Erziehungsarbeit noch einheitlicher und gründlicher auszugestalten. Dies kam u. a. in folgendem Beschluß zum Ausdruck: Die wissenschaftliche- Arbeit im B. J. C. ist . e i n h e i 11 f c h zu organisieren. ZudiesemZ wecke wird eine dauernde Kommission geschaffen. Den Vorsitz in dieser Kommission führte in .'Mitglied des Präsidiums. Die K o m m i s 's ion bildet 'die' Zentrale.aller wissenschaftlichen Ar b.e it (z. B. Fuxenunterricht, Burschenausbildung, Unterstützung des J. S t.- R e d a k t e u r s). Die Neuwahlen zum Präsidium ergaben folgendes Resultat: A. H. Dr. med. Erich Rosenkranz, 1. Vorsitzender, A. H. Rechtsanwalt Dr. Moses, 1. Vorsitzender,