Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 11 (28.2.1913)
- Date
- 1913-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 405 Die Regatta soll eine ständige Einrichtung werden und findet zum nächsten Mal am 6. Juli, statt. .Nachdem mit der Regatta die Saison offiziell geschlossen war, setzten wir den Betrieb noch fort, so lange es das Wetter gestattete. Augenblicklich bileien wir unsere neuen Junioren im Kasten aus. Wir unternahmen auch einige Winterfahrten. — Wir bestellten einen neuen Vierer. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde Moritz Bileski zum 1. Vorsitzenden, Willy Liemann zum 2. Vorsitzenden und Fahrwart gewählt. — Den zahlreichen Bundesbrüdern, die durch" Spenden uns ihr Interesse bekundeten, sagen wir besten Dank. Der Ausweis der Spenden hat sich durch mehrfachen Wechsel in der Person, des K.W. leider öfter verzögert. Wir bitten noch nachträglich, dies zu entschuldigen. Wir brauchen nicht darauf hinzuweisen, daß wir für weitere Spenden stets dankbar sein werden. Wir brauchen die Anteilnahme der Bundesbrüder diesmal besonders dringend, weil wir im Interesse eines geregelten Betriebes mehrere kostspielige Neuanschaffungen machen müssen. ^' . Die Kaiserhoch-Affäre in Königsberg Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers zur Jahrhundertfeier in Königsberg wurde von der Studentenschaft ein Fackelzug veranstaltet. Es wurden sechs Vertreter der Studentenschaft bestimmt, von denen fünf vom Kaiser empfangen werden sollten, während der Sechste das Kaiserhoch auszubringen hatte. Das Kaiserhoch fiel durch das Los dem Venin Jüdischer Stüde..icer^u. Als nach dem Einzüge des Fackelzuges in den Schloßhof und dem Absingen des Gaudeamus der Chargierte des V.J. St. vortreten wollte, um das Kaiserhoch auszubringen, kam ihm der Vertreter des Vereins Deutscher Sä:der::e/: hierin zuvor. Der Zufall fügte dann aber, daß unser ursprünglich für das Kaiserhoch in Aussicht genommenes Mitglied, Bbr. S. Rosenbaum, es dennoch ausbrachte, und zwar in Gegenwart Seiner Majestät. Denn bei der ersten Ovation war der Kaiser noch nicht am Fenster erschienen; als nun e:\v.i 10 Minuten später der Kaiser ans Fenster trat, wurde nochmals das Gaudeamus gesungen, worauf unser Vertreter seinerseits das Kaiserhoch ausbrachte. Da der V. J. St. zunächst annahm, daß der Vertreter des V. D. St. eigenmächtig gehandelt habe, überreichte er dem V. D. St. eine Sechsersuite und dem Herrn, der das Hoch ausgebracht hatte, persönlich eine Chargiertenstiite. Nunmehr - stellte sich aber heraus, daß der Vertreter des V. D. St. auf eine Anweisung des Rektora'.s gehandelt hatte, und dieses berief sich wiederum auf eine Anordnung des Hofmarschallamts. Das Präsidium des B. J. C. wandte sich deshalb telegraphisch, an das Oberhofmarschaliamt mit einer entsprechenden. Anfrage und erhielt von den:.