Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 9 (17.12.1912)
- Date
- 1912-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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295 XI. 26. Der Kartelhag beschließt: Die geistige Arbeit im B. J C. ist einheitlich zu organisieren, zu diesem Zweck wird eine dauernde wissenschaftliche Kommission geschaffen. Den Vorsitz in dieser Kommission führt ein Mitglied des Präsidiums. Diese Kommission bildet die Zentrale aller wissenschaftlichen Arbeit (z. B. Fuxenunterrichtr Burschenausbildung, Unter- " Stützung des J. St.-Redakteurs, Jahrbuch oder Almanach des B. J. C, .Unterstützung bei. den Vorarbeiten zum Archiv für das Studium der Judenfrage etc. etc.). (Berlin) 27. Der Kartelltag beschließt für den Fall, daß das von Bbr. Alfred Wolff geplante Archiv zustande kommt, daß die- Burschen und Alten Herren verpflichtet werden, darauf zu abonnieren. (Berlin) 27a. Die judische Ausbildung der Burschen hat vor allem Gewicht zu legen auf die Vertiefung der nationaljüdischen Idee und. die genaue Orientierung über die aktuellen Fragen des jüdischen besonders des zionistischen Lebens, um sie zu befähigen, sich als Alte Herren am jüdischen Leben aktiv zu beteiligen. (Heidelberg) 28. Der Kartelltag erinnert das Präsidium an die Abhaltung von Ausbüdungskursen für Fuxmajore vor Beginn der folgenden beiden Semester. (M ü n c h e n) XII. 1 , 29. Unter Aufhebung des Beschlusses des IX. Kartelltages betr. Jugendbund und Jugendvereine beschließt der Kartelltag: In Erkenntnis der hohen Bedeutung der nationalen Turnbewegung für die Verbreitung der nationalen Idee unter der jüdischen Jugend macht es der Kartelltag den Inaktiven und Alten Herren des B. J. C. zur Pflicht, die Turnbewegung ideell und materiell, und insbesondere durch aktive Mitarbeit in den Turnvereinen zu unterstützen. Die Aktivitas ist zur Erfüllung dieser Pflicht zu erziehen; jedoch hält es der Kartelltag für wünschenswert, daß die Aktivitas in den eigenen Turnabteilungen der Kartellvereine turnt. (Präsidium) 30. Der Kartelltag wolle den Beschluß des VI. Kartelltags betr. die . Stellung des K. V. Breslau zum Zentralverein Deutscher Staatsbürger judischen Glaubens (K. T.-Eeschlüsse IV b 2) streichen. (Breslau) . xm. 30a. Von jedem Fuxen wird gefordert, daß er fließend hebräisch lesen kann und die elementarsten Formen der Grammatik beherrscht. (H e i d e 1 b e r g) 30b. Die Inaküvierung wird abhängig gemacht von der Äblegting eines Examens in der hebräischen Sprache. Zu diesem wird das Verständnis eines leichten Textes aus der neuen hebräischen Literatur gefordert. (Heidelberg)