Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1912-11-26 · Heft 8 (26.11.1912) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 8 (26.11.1912)
Date
1912-11-26
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3537599-3537600-3537608--2583-3540679
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

26S Der Jüdische Student T verschiedenen Formen, die das dehnungs- und erweiterungsfähige Wort Politik oder Kultur gewinnen kann. Der dritte Typus wäre derjenige, den ich allerdings lieber für eine Zeitschrift ä la Ost und West reservieren möchte, Almanachs oder Kalender, künstlerisch ausgestattet im eigenen, meinetwegen nenne man es jüdischen Stil, etwa wie die vom Inselverlag herausgegebenen oder wie die Goethekalender; man scheue sich nicht und nenne ihn ruhig Herzl-Kalender. Die Ansätze dazu kenne ich, aber sie gehören nicht hierher. 4. Handbuch der Judenfrage: Um aber der Oesamtarbeit ein vorläufiges Ziel, den Strömungen im Judentum eine autoritative Vertretung, ihrer Auffassung eine authentische Interpretation zu geben, soll ein Handbuch der Judenfrage geschaffen werden, das zu machen heute schon leicht ist, entweder als Lexikon, wo wie in der nur zu engen Form des A. B. C.¬ Buches oder in der für unsere Zwecke viel zu weiten Form der Jewish Encyclop. unser Wissen vom Wesen der Judenfrage lexikalisch vorgebracht wird, etwa wie das Elstersche Wörterbuch oder die Eulenburgsche Realenzyklopädie, oder aber etwa nach Anlage des Handbuches der Politik, als Gesamtwerk oder in Form einer Enzyklopädie, wie sie jede wissenschaftlich zu mit oder ohne vorbereitete Diskussion, aber Notizen in den Zeitungen. Wer Muster für solche Art wünscht, den erinnere ich an die Tagungen der großen Vereine, aus allen Berufen und Fächern mit offiziell oder inoffiziell politischen Wirkungen, die mit geringeren Ansprüchen und Berechtigungen und Zukunftshoffnungen auftreten als wir. Dann bin ich allerdings auch der Meinung, daß wir Städte mit größerem Resonanzboden gelegentlich aufsuchen sollten, ich schlage z. B. vor, daß wir unseren Kartelltag nächstes lahr (zur Einweihung der Frankfurter Universität; in Frankfurt abhalten sollten, zunächst in dem Format, das ich skizzierte; welche Vorteile damit verknüpft sind, agitatorisch in der Oeffentlichkeit, braucht nicht ausführlich gezeigt zu werden, die Vorteile sind zu klar. Ich gehe noch weiter und halte es für richtig, später einen Kartelltag in Posen abzuhalten, mag aus der Akademie eine Universität werden oder nicht, und einen in Hamburg, wo die Situation ähnlich liegt, wir als die ersten eine singuläre Erscheinung sein würden, einen nicht leicht einzuholenden Vorsprung hätten.) a) Bericht über den Kartelltag und das Berichtsjahr des V.J.St. b) Bericht, eventuell auf Aufforderung hin, über die anderen jüdischen Studentenverbände, sei es daß der Bericht von uns gegeben wird oder eingesandt ist. - c) Das Verhältnis des V. J. St. und der jüdischen Studenten überhaupt zur christlichen Studentenschaft, deren Verhalten zur Judenfrage. Dieser Bericht ist, ebenso wie der vom t>., international zu erstatten. von Korrespondenten, in unserem Sinne, um so die Einheit der jüdischen Studentenschaft,, die einheitlichen Formen in ihrer Betätigung kennen zu lehren. d) Eine alljährliche Statistik. ' e) Probleme beruflicher Art, des Standes/der Schicht. f) Abdruck der wichtigeren Kartelltagsreferate, von denen ich oben sprach, als Beweis für die Art, wie wir die Judenfrage ansehen, erkennen, durch die Tat zu lösen suchen. g) Vermischtes. . -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.