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Der jüdische Student · 1912-10-23 · Heft 7 (23.10.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 7 (23.10.1912)
Date
1912-10-23
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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m Der Jüdische Student brüder an. Ich will auch gleich sagen, wie ich mir die geschäftsmäßige Behandlung dieser ganzen Vorschläge, die zusammengehören und eine begrifflich-gedankliche Einheit bilden, wenn auch ihre Ausführung zeitlich verschieden sein würde, denke: Ich hoffe, daß das Interesse sich zunächst in Anfragen an mich, dann in Zustimmung- oder Ablehnungsäußerungen privater Natur oder in Artikeln dokumentieren wird. Das nächste Stadium ist das einer Besprechung auf Konventen, sei es der verschiedenen Vereine, sei es mindestens des oder der Berliner Vereine, wo hoffentlich Gelegenheit geboten wird, in einer Aussprache offizieller oder privater Natur einiges zu klären und erklären, was hier nicht gesagt wurde oder gesagt werden brauchte. Das nächste Stadium ist die Befassung des Präsidiums oder des Kartelltags damit, denen substantiierte Anträge vorgelegt werden müßten, mögen sie nun vom Verein ausgehen oder von einer privaten Gruppe. Das nächste wäre eine Debatte auf dem Kartelltag, die dann dazu führen müßte, die prinzipielle Unterstützung davon abhängig zu machen, daß eine ad hoc eingesetzte Kommission die Ausführbarkeit in den Einzelheiten noch einmal prüft und ihr Votum abgibt, dessen zustimmender Bescheid das Kartell bindet, und daß dieselbe Kommission sofort in die Vorarbeiten eintritt, die weiteren Schritte zwecks Gewinnung eines Herausgebers und Mitarbeiterkreises tut. ... So etwa erhoffe ich die Durchführung dieser Sache, deren Schwierigkeiten ich mir nicht verhehle uriel nach allen Seiten hin erwogen habe. Aber mein Glaube an den Erfolg und meine Ueberzeugung von der Möglichkeit stützt sich, abgesehen von anderen Motiven, auch auf den guten Fortgang paralleler Unternehmungen, die nicht von vornherein so günstig in ihren Voraussetzungen arbeiten konnten. Deshalb habe ich diese Skizze auch hier veröffentlicht Um aber von den Abonnenten weiter zu sprechen, so rechne ich darauf, und geeignete Verhandlungen müßten das glatt ermöglichen, daß das K. Z. V. und eine größere Anzahl von Zionisten als Abonnenten dieses Archivs sich einträgt, an dessen Erscheinen der offizielle Zionismus auch dann Interesse hätte,, wenn der oder jener Artikel seinen Tendenzen und Forderungen zuwiderläuft. Ich rechne weiter, um bei der. Akademikerschicht zu bleiben, abgesehen von jüdischen Studenten Deutschlands* die nicht organisiert sind, aüf die österreichische und überhaupt ausländische Studentenschaft, mit denen in eine Art Konnex zu treten nützlich wäre, zumal wenn die Beziehungen rem geistiger, nicht unbedingt persönlicher Natur sind; der Interessenkreis muß aber international sein, ebenso wie" die Judenfrage .selbst international ist Es soll aber nicht den Anschein haben* als ob dies Archiv nur eine Sammelstätte für die jungen Juden wäre, nicht bloß für die Akademiker und Intellektuellen, obwohl auch das schon viel wert wäre, ich glaube vielmehr, daß der

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