Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 6 (20.9.1912)
- Date
- 1912-09-20
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 213 erwünscht sein kann. In diesen Fällen muß man natürlich ein Aufnahme g e s u c h fordern, und unbedingt nötig ist es auch,, daß vor der Wiederaufnahme der Fall dem Präsidium unterbreitet wird. Die Erfahrung lehrt, daß es vielfach dem einzelnen V.J.St. unmöglich ist, von sich aus die Umstände, die gegen eine Wiederaufnahme sprechen, zu ermitteln. Es fehlt dem B.C. dazu häufig genug die hinreichende Kenntnis der Vorgänge, die zu dem Ausscheiden geführt haben, und die Möglichkeit, sich an den richtigen Stellen darüber zu informieren; es muß auch verhütet werden, daß gelegentlich die zufällige Zusammensetzung des B. C über die Wiederaufnahme entscheidet. Auch hier . muß der Widerspruch des Präsidiums die Wirkung haben, daß der Vorschlag erledigt ist. — Die Wiederaufnahme erfolgt durch und in den V. J. St., dem der Betreffende angehört hat (falls dieser nicht mehr besteht, in den, dem er anzugehören wünscht). Der Aufgenommene wird Voll mitgüed (I. A. B., A. H.) mit Beitragspflicht und Duzkomment. E r i c h C o h n Unser J. St. Von Sigmar Q i n s b u r g (V. J. St. Königsberg) Wenn Bundesbrüder, die sich noch nie gesehen haben, zusammenkommen, finden sie an nichts so leicht einen Punkt, ihre Unterhaltung anzuknüpfen, wie an den J. St. Er ist entschieden das beste Mittel, die Bundesbrüderlichkeit im weiten Kartell warm zu halten: hier fließt der Strom unserer gemeinsamen Interessen, hier sagen wir uns, was wir leisten, wie wir leben und was um und in uns vorgeht. Deshalb erwartet jeder von uns den J. St. mit einer gewissen Ungeduld, genau so wie den Brief von be-* sonders teurer Hand. Nun muß ich leider gestehen, daß ich von dem J. St. oft enttäuscht worden bin. Wie lange ließ er oft auf sich warten! Und wenn er schon da war, er selbst! Zunächst die Vereinsberichte. Die Semesterberichte im öffentlichen Heft enthalten in der Regel nichts.. Manche Bundesbrüder lesen sie gar nicht mehr. Ich verstehe von Politik zu wenig, um mitreden zu können, ob das so sein müsse. Weshalb sind aber auch die internen Berichte der einzelnen Kartellvereine so frisiert? Ueber. die schlechtesten Semester (die krümmsten Füxe pfeifen es von den