Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 5 (20.8.1912)
- Date
- 1912-08-20
- Page
- [Seite] (sequence 41)
- Language
- German
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Der Jüdische Student 179 Personalia: i. a. B. Bernstein wurde Dr. phil. cum laude. — Die i. a. B. N o t h m a n n und Podschubski bestanden ihr mediz Staatsexamen mit „gut". — 31. Juli Fritz Peyser X * * Verein Jüdischer Studenten an der Universität München Farben: Blau-weiß-gelb Kneipe: Bayerstr. 67/69, Briefablage: Cafe Luitpold Wir traten in unser 25. Semester ein mit einem Bestand von 17 Burschen und 9 Füxen. Der Antrittskonvent vom 22. April besetzte die Chargen wie folgt: iur. John L e v y X iur. Paul SulzbergerXX rer. pol. Erwin Michel XXX S.W. F.M. iur. Edgar Grüneberg F. W. Bbr. Lustig wurde T. W., Bbr. Zeckendorf K.W. Der Tendenz-Fuxenunterricht lag in den Händen des X X Sulzberger, während der Kommentunterricht von dem Fuxmajor erteilt wurde. Unsere Korona wurde beträchtlich verstärkt durch die Aufnahme von 14 krassen Füxen, ein Zeichen, daß hier in München ebenso wie in unseren anderen Kartell korporationen der V.J. St.-er Gedanke immer mehr an Zugkraft gewinnt. Für die jüdische Ausbildung dieser stattlichen Schar sorgten neben den Fuxenstunden Vorträge und Diskussionsabende, für die allgemeine Ausbildung die in dem Fuxenkonvent stattfindenden Diskussionen über allgemein-wissenschaftliche, künstlerische und soziale Themata. Den Burschen und Inaktiven war Gelegenheit geboten, in den Burschen- und Inaktivenabenden ihre Ausbildung zu vervollständigen. — Von Vorträgen seien folgende erwähnt: a. B. Katzenstein: Die Zukunft der Juden, A. H. Friedmann: Aus jüdischer Seele, a. B. Ulimann: Der jüdische Kultus als volkserhaltendes Element, a.B. Sulzberger: Die Juden unter der spanischen Inquisition. Unser unter Leitung der Herren Prof. Cohen, Dr. L. Feuchtwanger und A. H. h. c. Dr. Eli St raus stehendes jüdisch-statistisches Seminar wurde in diesem Semester mit gutem Erfolg fortgesetzt. Ein strammer Fechtbetrieb, sowie Turnen, Schwimmen und Tennisspielen sorgten für körperliche Ausbildung unserer Bundesbrüder. Fidele Kneipen — wie sie nur mit Münchener Bier und Münchener Gemütlichkeit möglich sind — trugen dazu bei,, die freundschaftliche Zuneigung der Bundesbrüder zu befestigen..