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Der jüdische Student · 1912-08-20 · Heft 5 (20.8.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 5 (20.8.1912)
Date
1912-08-20
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Der Jüdische Student 171 In der Berichtsperiode sind aus dem amtierenden Präsidium aus beruflichen Gründen zwei Mitglieder ausgeschieden und an ihre Stelle zwei vom XL K. T. gewählte Ersatzmitglieder eingetreten. Unsere Beziehungen zu anderen — studentischen wie nicht-studentischen — jüdischen Organisationen blieben unverändert. Auf unser Verhältnis zum K. C. müssen wir kurz eingehen. Das im Frühjahr erschienene öffentliche Heft unserer Zeitschrift mußte sich, in weiterem Umfange als es uns erwünscht war, mit dem Programm und der jüdischen Tätigkeit des K. C. befassen. Wir waren dabei bemüht, unsere notwendige Gegnerschaft zum K. C. mit sachlichen Argumenten zu stützen, indem wir ausführlich darlegten, welche Gefahr für den Bestand der jüdischen Gemeinschaft das vom K. C. vertretene, angeblich religiöse, tatsächlich völlig inhaltlose und unlebendige Judentum darstellt. Wir suchten gleichzeitig den K. C. auf diese Weise zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit uns zu zwingen und wünschten ein positiv-jüdisches Programm von ihm entwickelt zu sehen. Der K. C. wird jedoch zu einer sachlichen Erwiderung erst im nächsten Heft seiner Zeitschrift Gelegenheit finden. Im Juni-Heft der K C-Blätter bringt er nur die persönlichen Differenzen mit dem B. J. C. noch einmal in einem offiziellen Aufsatz /C C. und B. J. C. zur Sprache. Eine Erwiderung auf den Artikel — an dem übrigens die unziemliche Ausdrucksweise zu rügen ist — ist erforderlich. Was zunächst die Differenzen zwischen B. J. C. und K. C. betrifft, die den Bruch zwischen beiden Verbänden zur Folge hatten, so bringen wir im folgenden das Zirkular mit Begleitschreiben zum Abdruck, in dem wir die Alten Herren des K. C. objektiv darüber informierten, wie wir unseren Schritt rechtfertigen. Das Anschreiben lautet: Berlin, den 5. Mai 1910. Sehr geehrter Herr! Die älteren Generationen des K. C. und B. J. C. waren trotz aller Tendenzverschiedenheiten stets bemüht, nach außen hin den gemeinsamen jüdischen Standpunkt zu betonen, und vermieden es in jeder Weise, der Außenwelt das Bild sich befehdender jüdischer Korporationen zu bieten. Wir halten es für unsere Pflicht, den A. H. A. H. des K. C. davon Kenntnis zu geben, daß wir uns genötigt gesehen haben, in der Stellung des B. J.C dem K. C. gegenüber eine Aenderung eintreten zu lassen. Der beigefügte Bericht über die Vorgänge, welche zu unserem Schritte geführt haben, soll dartun, daß wir bis an die äußerste Grenze der Nachgiebigkeit gegangen sind, und daß die ganze Verantwortung den K. C. trifft. Mit vorzüglicher Hochachtung Das Präsidium des B. J. C. i. A. Dr. Erich Rosenkranz, Tauentzienstr. 20. * Die Sachdarstellung lautet: Eine seit längerer Zeit bestehende Spannung zwischen der Verbindung „Ghibellinia" und dem V. J. St. Freiburg wurde im November 1908 akut. Die Veranlassung bildete ein Mißverständnis bei den Verhandlungen über eine Waffenangelegenheit: eine Verabredung im offiziellen Cafe zwecks Fest-

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