Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Der Jüdische Student nisierten Studentenschaft ist sehr gut; obwohl wir, da wir noch keine vier Semester bestehen, dem Ausschuß noch nicht angehören, werden wir zu allen offiziellen Veranstaltungen und wichtigeren Sitzungen geladen; so nahm unser Erstchargierter an einer Sitzung zur Bildung eines engeren Fachausschusses für Leibesübungen teil, in den V. C, D. B., A. T. V. je einen und die übrigen Korporationen drei Vertreter schicken, von welch letzteren je einen der L C. etc. einen Wingolf, die katholischen, und einen die jüdischen Korporationen stellen. Dieser engere Ausschuß beschloß auch die Teilnahme an einem akademischen Turn- und Sportfeste in Darmstadt, und wir haben dafür und zwar für den Fünfkampf die Bbr. Loewenthal, Baruch, S a I o m o n und H o c h s c h i 1 d herausgestellt. P c r's o ii a I i a : A. Ii. Dr. Th. K a t z besuchte uns auf der Durchreise nach München und wir veranstalteten ihm zu Ehren eine Bowienkneipe. — Ein E. R., den unser C.K. Boden heim er gegen sich einberufen hatte, sprach ihn frei. (Wovon?) — Ein E. R., den der V.J. St. Berlin gegen Bbr. Loebcn stein beantragte, verurteilte diesen zu einer Poena von 5 Mk. (Weswegen?) — Bbr. T h a 1 ni a n n wurde von einem von V. J. St. München gegen ihn beantragten Ehrenrat freigesprochen; ebenso Bbr. Adler, von einem gegen ihn von Bbr. R o o s-München beantragten E. R. (Wovon?) — Inaktiviert wurden K 1 a u b e r und Litauer bei uns und Lyon beim V.J. St. Bonn. — Der Eux Held wurde als unbrauchbar abgegeben. 11. Juni Thalmann X * Bonn. Wir wechselten die Chargen folgendermaßen: Hugo Cah n P.W. F. M. Gaston S a 1 o in o n / Karl Winter X :■: ■ S.W. Louis Levy, Bmtestr. 61, K.W. Der neue C. C. richtete sein Hauptaugenmerk auf die Herstellung eines innigen Zusammenhangs zwischen den Bundesbrüdern; die Bemühungen waren nur soweit von Erfolg gekrönt, als sich mit einer so geringen Burschenkorona (drei vollaktive Burschen) eben ein Erfolg erreichen läßt. Wir müssen unserer viel zu kleinen Aktivitas sowohl unsern glatten Mißerfolg beim Keilen wie die . Mängel unseres Vereinslebens zuschreiben. Von Inaktiven im 6: und 7. Semester kann man, wenn sie vor dem Referendar stehen, nicht viel Beteiligung verlangen. Vier erst- und zwei zweitsemestrige Füxe stehen unter der sorglichen Obhut eines 5. und eines 4. Semesters, von denen der erstere ein Jurist, nur der Not gehorchend, sich nicht inaktivieren läßt. Mit ihnen teilt sich ein Jungbursch die Arbeit. Es ist ein trauriger Zustand, der nicht dadurch gebessert wird, daß wir Bbr. Herzberg mit alten Vorwürfen immer wieder überhäufen. Was helfen da die schönsten Ausflüge mit Rheinweinbowlen, Abendspaziergänge etc., wenn die Brücke zu den älteren Semestern nicht durch jüngere Burschen geschlagen werden