Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdisjcbe Student Ihre. In der vergangenen Woche sprach unser Fux Sptegh e I über die ,,Poesie in der spanischen Epoche" und fiemte abend wird Fux Ooldmann auf unserer ersten Keiikneipe für das nächste Semester einen größeren Vortrag über „Das!ndki:düa!itätsproblem" halten. Den Höhepunkt des jüdischen Lebens in der Korporation bildete die Gedenkfeier, die wir zu Ehren Theodor Herzls am Vorabend seines Todestages, am 19. Tannmus» veranstalteten. Stimmungsvoll war unsere Kneipe dekoriert, - das Herzlbild mitten in einem großen Arrangement vom Lorbeerbäumen. Kaum konnte unser Kneipsaal, obwohl a!3e Tische daraus entfernt waren, alle Bundesbrüder und Gäste fassen, die sich zu dieser Feier eingefunden hatten. Das Programm dürfte wohl allgemein interessieren. Eröffnungsrede des Erstchargierten. „Der jüdische Mai" von ."Morris Rosenfeld, Bbr. Lew in; Gedenkrede, Bbr. Klauber; „Das große Wecken" von Elias Auerbach, Bbr. Spiieghel; Festrede „Herzl, das Symbol der jüdischen Renaissance", Bbr. G o 1 d m a n n; „Juda" von Morris Rosenfeld, Bbr. Lew i n. Nachdem die Gäste Platz genommen hatten, crkkng leise aus dem Hintergrunde des Saales die Hatikwah, auf der Violine mit Klavierbegleitung vorgetragen, und die Feier schloß in derselben Besetzung der Vortrag des Liedes: „Dort wo cie Ceder". Auf uns alle, auf die Gäste, wie auf uns V.J. St-er umd ganz speziell auf unsere Füxe, für die das etwas ganz Neues war, machte diese Feier den tiefsten Eindruck. In begeisterter Stimmung verließen wir die Kneipe, den festen Vorsatz » Herzen, angespornt durch Herzls Heldengestalt, mit doppeltem Eifer für unser Judentum weiterzuarbeiten. Nebenbei haben wir unsere Keilarbeit bis zum Sdhltiß fortgesetzt und konnten inr. Fritz Beifus aus Berleburg i. WestL in den A. C. aufnehmen, jetzt setzt schon unsere KeSlarbeit für das nachte Semester mit Mach! ein. Keiheisen nach Frankfurt, M a 11 Ii Ii c i m und K a i I s r u h e bereiten unsere Keil- Veranstaltungen vor und wie schon bemerkt, findet heuiite Abend für die Heidelberger Keilfüxe die erste Keilknei.pt mit Vortrag statt. Für Ende Juni hatten wir eine große B. |.C.-er-Zusammenkunft der drei K. V. S t r a ß b u r g , Freibusrg und Heidelberg geplant, die eine große Demonstration vor den dortigen (wo?) jüdischen Badegästen und hauptsächlich eine Keilveranstaltung größeren Stils werden sollte. Doch das Wichtigste an dieser Veranstaltung wäre für uns gewesen, das lange angestrebte Prinzip der innerlichen Festigung der einzelnen B. J. C. Korporationen in Wirklichkeit umzusetzen. DocSib kam die Zusammenkunft leider nicht zustande. Gestern nahmen wir 20 Mann stark an einem Großherzogskommers teil. Unser Verhältnis zu der im Ausschuß orga-