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Der jüdische Student · 1912-07-26 · Heft 4 (26.7.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 4 (26.7.1912)
Date
1912-07-26
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Der Jüdische Student 137 kann. Unser einziger Trost ist die jüdische Entwicklung unserer Füxe, und das ist ein starker Trost, denn hierin ist ein stetiger Fortschritt zu verzeichnen. Wir sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Vorträge allein und die Zeitungs r e f e r a t e nicht das nötige jüdische Leben schaffen, und so haben wir zugunsten der Burschendiskussionen (die erste: „Zotl'schan und Chamberlain über den Kulturwert der jüdischen Rasse") die Zahl der Vorträge auf drei beschränkt. Für die Füxe insbesondere haben wir Zeitungsdiskussionsabende derart eingeführt, daß der am Abend selbst erst bestimmte Referent nicht mehr eine Uebersicht über die Tagesereignisse gibt, sondern zunächst die Tatsachen und die Artikel unter bestimmte Fragen unterordnet, diese in großen Zügen im Zusammenhang behandelt und dann selbst Stellung dazu nimmt. Weil die Fixe so gezwungen sind, die Zeitungen gründlich zu lesen, kann und muß eine Diskussion zustande kommen und durch die Ausdehnung derselben lernen wir eine Menge neuer, schon weiter zurückliegender Ereignisse kennen. Ein unerwartet günstiges Resultat haben unsere Fuxendiskussionen gezeitigt, bei denen z. B. im Rahmen einer Aussprache über „Dubnow", „Pinsker und der Judenstaat", „Nationalismus, nach Ruppin" Fragen a» die Füxe ihr Wissen und ihre Arbeit von Zeit zu Zeit kontrollieren. Natürlich ist es uns unmöglich, unsere Kräfte zum Dienst jüdischer Betätigung nach außen zu verwerten. Hier wäre vielleicht gerade in diesem Semester etwas zu erreichen gewesen. [Inwiefern?] An besonderen Veranstaltungen sind zu erwähnen ein Vortrag von Dr. H. G. Heymann auf unserer Kneipe Ober „Den gegenwärtigen Stand der Bewegung1', zu dem die vier Zionisten Bonns eingeladen waren. Ferner eine stimmungsvolle I1e.rz.I- Gedenkfeier und ein von uns arrangierter N. F.-Lichtbiklervortrag des Herr Milan Royan, A. H der Ünitas Wien, zu dem leider wenig Publikum erschienen war. Auf einem Ausflug in das Ahrtal besuchten wir A. H. Goldberg, der unserer schwer zerrütteten Kasse mit einer' Spende von M. 30.— unter die Arme griff. Wir danken ihm auch hier dafür wie für die freundliche Aufnahme. Personalia: Bbr. Karl W i ntcr bestand sein Fiixescexamen und wurde in den ß. C. rezipiert. — i. a. 13. Stiel und G i d i o u foestaudeu das Referendarexamen, erstercr wurde Bonner A. H. — Bbr. E. Meyer wurde inaktiviert. Ein E. R. verurteilte Bbr. K o h 1 b e r g zu einer verschärften Rüge. — A. H. Dr. Katz ist in Nürnberg Assistenzarzt am sKidt. Krankenhaus, A. H. Salonion in Frankfurt a. M. (Elsenbachstr. 17j. — A. H. S p i e r stattete uns einen Besuch ab. 10. Juli Hugo Cah n X

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