Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 4 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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Der Jüdische Student 119 B. J. C. und Nationalfonds 191! Von Roberl G i d i o n (V. J. St. Maccabaea A. H.) . Die Statistik über die Beteiligung der V. J. St-er am Nationalfohds im Jahre» 1911 konnte umständehalber erst jetzt vollendet werden. Doch darf sie auch jetzt noch auf das Interesse derjenigen Bundesbrüder rechnen, die Verständnis für die Bedeutung "der praktischen Mitarbeit der V. J. St.-er an der zionistischen Organisation haben. Diese und ähnliche Zusammenstellungen wollen nicht etwa das Maß der V. J. St.-er-Arbeit an Hand der Logarithmentafel werten, sie bezwecken nur, den V. J. St.-ern immer wieder vor Augen zu halten, daß die beste Korporationsarbeit ihr Ziel verfehlt, wenn es ihr nicht gelingt, in den V. J. St.-ern das für eine ersprießliche Weiterentwicklung der zionistischen Organisation erforderliche Maß an Opferwilligkeit zu erzeugen. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, bedeutet das jähr 1911 keinen Fortschritt für den B. J. C. Die Gesamtsumme der Spenden beträgt 6885,05 M. (1910: 6147,64M.; s. J. St. 7, S.296). Die Zunahme entspricht gerade der numerischen Zunahme des B. J. C. im Berichtsjahre. Demgemäß haben auch nur die von Aktiven gespendeten Summen zugenommen (2065,28 M.- gegen 1S57,47 M. 1010), während die Alten Herren sogar weniger aufgebracht haben als im Vorjahre! Das Verhältnis derSammlungen der Aktiven zur Gesamtsumme ist 1911: 38,7 % (1910: 33,1 %). Zu der Gesamtsumme treten dann noch 1501,08 M. für den Organisationsfonds (darunter eine Spende des A. H. Münk von 500 M.) sowie einige Summen, die in Ortsgruppenspenden ohne Spezifikation enthalten sind. Schekel und Landesbeiträge bleiben unberücksichtigt. Das Gesamtergebnis von 1911 ist um so unbefriedigender, als die monatlichen Spenden seit September andauernd im Sinken begriffen sind, und das II. Halbjahr 1911 gegenüber dem L Halbjahr ein Minus von über 900 M. aufweist. Hieran sind vor allem zwei Umstände schuld: einmal, daß größere Summen für die Siedlungsgenossenschaft und Buttermilchstiftung nur noch in der ersten Jahreshälfte eingingen, und zweitens, daß die Büchsensammlungen — vermutlich infolge schlechterer Agitation — von Juli bis Dezember 300 AI. weniger einbrachten als von Januar bis Juni. Aus diesen Betrachtungen ergibt sich der wichtige Satz, daß für die Steigerung der Gesamteinkünfte des Nationalfonds von. größter Bedeutung sind: ........... 1, die Büchsenagitation, weil sie eine Quelle regelmäßiger erheblicher Einkünfte zu schaffen vermag, 2. die Wahrnehmung günstiger außergewöhnlicher Gelegenheiten bei freudigen oder traurigen Ereignissen, weil durch, sie erfahrungsgemäß die größten Summen erzielt werden, und der