Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 3 (24.6.1912)
- Date
- 1912-06-24
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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87 einer entschlosseneren Erziehung der jüngeren Generation betrachten dürfen. Es wäre nun allerdings die größte Torireit, Welche wir begehen könnten^ wenn wir mit den Ergebnissen dieses Semesters schon irgend etwas erreicht zu haben glaubten. Die 109 Aktivmeldungen sind ein Anfang, nicMs weiter. Wenn sich nicht jeder von uns ständig vor Augen fcält, daß es seine Pflicht ist, für diese unsere wichtigste und natürlichste Aufgabe seine ganze Kraft anzuspannen, so werden wir im Augenblick auf den kläglichen Standpunkt früherer Zeiten zurückgekommen sein. Die Schwierigkeiten sind nicht nur ebenso groß, sie werden größer. Den Lesern der K. C.-Blätter wird es nicht entgangen .sein, daß auch der geschäftsführeiade Ausschuß des K. C. die Propaganda-Tätigkeit zu organisieren beginnt. Wir haben von dorther einen Gegenstoß zu erwarten, der nur dann .weitere Erfolge für uns nicht in Frage stellen wird, wenn jeder B.J. C.-er sich noch in verstärktem A^aße dm Anforderungen der Keilarbeit widmet. Zu diesen Anforderungen gehört vor silen Dingen eine: Geld zu geben. Es ist sicher» daß wir auch innsere diesmaligen Erfolge nicht unwesentlich hätten vermehren können, wenn der K e i I f o n d s stärker gewesen wäre. Wir kommen mit Geld sehr viel ausrichten. Insbesondere erfordert die Bearbeitung von Gegenden, wo wenig V. J. St.-er wohnen, die aber ein reiches Materia! an Keilfüxen besitzen, größere Mittel Die so wichtigen Keilreisen, die Erfolge unserer Keilkneipen hängen davon ab, daß die Keilarbeit gut finanziert ist. Darum softe der Keilfonds von jedem V. J. St.-er mit lebhaftestem Interesse: beachtet werden Bei jeder Gelegenheit sollen ihm Spenden zugewiesen werden. Insbesondere unsere Alten Herren sollten es als ihre Ehrenpflicht betrachten, sich mit ansehnlichen Beträgen am Keilfonds zu beteiligen. Sie sollten bedenken, wie viel aufopferungsvolle Arbeit von den jüngeren Bundesbrüdern in diesem Semester auf die so schwierige Aufgabe verwandt werden imß, die zahlreichen neuen Füxe zu guten V.J. St.-ern zu erziehen Ihrem Danke an diejenigen, welche es übernommen haben, unter erschwerten Umständen der jüngsten Generation die Gedanken der alten V.J. St.-er zu vermitteln, können die Alten Herren im Keilfonds klingenden Ausdruck verleihen.