Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 3 (24.6.1912)
- Date
- 1912-06-24
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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86 Der jüdische Student Die Keiler folge Von M. Bileski (Ma. A. H.), Berlin' Die Keilergebnisse des laufenden Semesters verdienen es mit einigen Worten hervorgehoben zu werden. Wenn den> 38 Aktivmeldungen des Sommersemesters 1910 und den 58 Aktivmeldungen des vorigen Sommers in diesem Jahre bisher, bei noch nicht völlig abgeschlossener Keiltätigkeit, 109 Aktivmeldungen gegenüberstehen, so sind wir berechtigt, von einem Erfolge zu sprechen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß dieser. Erfolg inerster Reihe der im vorigen Jahre begonnenen Organisierung der Keiltätigkeit zu verdanken ist Der demnächst erscheinende Keilbericht wird zeigen, daß es nur ganz wenige unter unseren neuen Füxen sind, die nicht schon vor ihrem Eintreffen in der Universitätsstadt mit uns in Verbindung gestanden haben. Die: Möglichkeit, überall die Keilfüxe aufzuspüren und unsere Kräfteauf die wichtigen Punkte hinzulenken, wie sie in der Zentralisierung im Präsidium gegeben ist, bildet die erste Bedingung des Erfolges. Dazu kommt, daß diesmal im Kartell eifrig und gut gearbeitet worden ist. Die jüngeren Bundesbrüder sind wohl durchweg :* :t der Hingebung tätig gewesen, welche die Aufgabe der Erhaltung und Vermehrung des B. J.C. verlangt. Aber auch bei den Alten Herren ist eine erfreuliche und dankenswerte Steigerung des Interesses festzustellen. Wenn in dieser Beziehung hier und da noch einiges zu wünschen übrig ist, so steht zu erwarten, daß die Früchte der Arbeit auch diese letzten Skeptiker von ihrer Notwendigkeit überzeugen werden. Denn das ist die wichtigste Lehre, die uns dieses Semester geben kann : wenn wir arbeiten, werden wir siegen. Die Behauptung früherer Jahre, daß unsere Tendenz und ihre starke,, deutliche Betonung uns unüberwindliche Schwierigkeiten bereiten würde, hat sich als unrichtig herausgestellt. Man hält uns heute gewiß nicht für weniger radikal oder zionistisch als früher. Aber die Schädigungen, die dieser Ruf für uns mit sich . bringt, können, wie sich gezeigt hat, wettgemacht werden durch den Eifer und das Pflichtgefühl, die wir als die Ergebnisse: