Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 12 (26.3.1912)
- Date
- 1912-03-26
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3537599-3537691-3537703--2286-3540408- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der jüdische Student 417 Die Ferienveranstaltungen finden gemeinsam mit den beiden Berliner K. V. statt. Die Keilarbeit ist bereits in vollem Gange und verspricht trolz der geringen zur Verfügung stehenden Kräfte einigen Erfolg. Das S. S. beginnt Dienstag, den 16. A p r i 1, 4 h. s. t. (Kaffee auf der Kneipe). Es ist wünschenswert, daß die Bundesbrüder, die in die Maccabaea kommen, sich bereits früher in Berlin einfinden. Personalia: Ehrenräte/ die Bbr. Jacobson und Bbr. K o h 1 - b e r g in Ebrenangelegenheiten gegen sich beriefen, befanden ihr Verhalten für korrekt. Ein E. R. gegen Bbr. Löwenberg wegen Disziplinlosigkeit sprach ihn frei. Bbr. Jacobson trat auf Heidelberger Waffen gegen einen Karlsruhenser an und paukte auf s. 15' unberührt aus. Wir danken auch an dieser Stelle Bbr. K 1 a u b e r, der ihm sekundierte. — Die Füxe Walter Cohn, Lipschitz, Peyser bestanden ihr Burschenexamen mit „gutu, Hermann und Löwenthal mit „genügend" und wurden rezipiert. 8. März Ludwig Davidsohn X a. i. * * Bonn. Der V. J. St. Bonn weist in diesen Ferien eine stärkere Besetzung auf als in früheren Ferien: 3 Alte Herren und 6 inaktive Juristen, davon 4 mit ihrer Referendararbeit beschäftigt. Diese alte Garde' führt das übliche gemütliche Leben, veranstaltet auch Konvente und Kneipen. Den Hauptnachdruck legt der C C. auf die rheinisch-westfälische Keilarbeit, die in diesen Ferien von Bonn aus organisiert und überwacht wird. Rundschreiben an alle V. J. St.-er des Bezirks sowie an alle Schulpedelle der Orte, wo wir noch keine Bundesbrüder haben, dürften ein lückenloses Keilmaterial ergeben, das an den Cöiner Ferialverband zwecks Keilreisen und Veranstaltung von Ferienkneipen weitergegeben wird. Einen Keilerfolg haben wir bereits aufzuweisen: auf der Schlußkneipe meldete sich Herr Paul Markus aus Rees (Niederrhein) aktiv. Unsere Aussichten für den Sommer sind teils günstig, teils ungünstig. Günstig, weil wir auf viele Aktivme.dungen rechnen können; ungünstig, weil die im vorigen Semester aus drei Aktiven bestehende Rheno-Silesia verzweifelte Anstrengungen macht, Leute überwiesen zu bekommen, und unser Präsidium uns bisher außer zwei fünttsemestrigen Juristen, die herkommen mußten, nur einen Aktiven und einen Fuxen überwiesen hat. In Anbetracht dieser Notlage richte ich an alle Bundesbrüder, die sich noch nicht definitiv haben überweisen lassen, die dringende Bitte, nach Bonn zu kommen, das in diesem Sommer die Vorbereitungen für den K. T. zü treffen hat. (Für Genießer sei gesagt, daß es im Sommer sechs Examensbowlen bei Sellinghausen geben wird.) Aus dem Semester ist nachzutragen: Bbr. G i d i o n sprach im Bonner Jugendblind über „Emanzipation und westeuropäisches Judentum" und Stiel über „Die historischen Grundlagen der Auswanderung".