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Der jüdische Student · 1912-03-26 · Heft 12 (26.3.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 12 (26.3.1912)
Date
1912-03-26
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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416 Der jüdische Student weihe. Vor den aufgerückten Chargierten übergab im Namen der Spender Konsul Minkowski das neue Banner, zu dem A. H. M i c h e 1 (Charlottenburg) die Zeichnung entworfen hatte, unseren Chargierten. A. H. Dr. Stein dankte, die Vertreter des Präsidiums (Blumenfeld), der K. V. K. V. B e r 1 i n, M ü n c h e n, Siraßburg, Maccabaea, Bonn, Heidelberg überreichten Fahnennägel. Das Bundeslied endete die Feier, die nach übereinstimmendem Urteil aller Gäste (es waren deren weit über 200) einen durchaus würdigen, wir dürfen wohl sagen starken Eindruck gemacht hatte. Ein Ball folgte. Tags darauf: Bowlenkneipe im Blutgericht, gemeinsamer Kaffee. Privateinladungen und Ausflüge hielten den größten Teil unserer auswärtigen Bundesbrüder noch mehrere Tage bei uns; wir alle werden diese schönen Tage in unserem Gedächtnis wahren. Unzweifelhaft war das Stiftungsfest der Höhepunkt des Semesters, das wir aber auch im ganzen als ein mindestens auf dem Durchschnitt stehendes betrachten müssen. P e r s o n a 1 i a: Weißbrem wurde A. H. Et ist Med.-Prakt. an der König!. Chirurgischen Universitätsklinik. — Katzenellenbogen und Rosenbaum wurden inaktiviert. — Dr. med. Josephsohn wurde zum A. H. h. c. ernannt. — R e h f e 1 dund Ginzburg bestanden ihr Burschenexamen mit „gut" und wurden in den B. C. rezipiert. — Jaks hängt gegen Herrn T r o s i e n von der Burschenschaft Gothia auf s. s. 30. Ein E. R. fand das Verhalten Jaks gelegentlich zweier Kontrahagen als ohne Tadel. — Hirsch bruch erhielt vom B. C. einen Verweis wegen Nachlässigkeit in der Führung der Vereinsgeschäfte. Der B. C. erkannte gegen A. H. Dr. Rosenfeld, A. H. Dr. Löwenherz und Hirschbruch auf einen Verweis, weil sie durch ihr Verhalten das Vereinsinteresse geschädigt hatten. — Der Verein erhielt von ungenannter Seite 500 M. zur Ausschmückung der Kneipe. 7. März S. Rosenbaum ❖ ❖ ❖ Maccabaea. Wir schlössen das Semester am 27. Februar. Der Schlußkonvent wählte zur Ferienkommission: iur. Ludwig Davidsohn Xa. i. med. Heinz Bieber XX a. i. iur. Hans L i p s c h i t z XXX a. i. iur. GeorgWollstein K.W.a.i., N.W. Eyke v.Repkow-Platz5. Die letzten Wochen des Semesters brachten einige offizielle Ausflüge, bei denen die Bundesbrüder die Umgebung von Berlin kennen lernten. Wir besuchten offiziell den letzten Sombart- Vortrag, den Vortrag von Gustav Landauer über „Sozialismus und Judentum" im Zionistischen Verein Berlin-West und die Volksversammlung der B.Z.V., in der Felix A. Theilhaber uns mit Ausführungen über sein Buch „Der Untergang der deutschen juden" langweilte, während A. H. B 1 u m e n f e 1 d ein gutes Korreferat hielt. Es stiegen zwei Zeitungsreferate, außerdem einige Kneipen, die Schlußkneipe in Anwesenheit zahlreicher Alter Herren und mehrerer Gäste.

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