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Der jüdische Student · 1912-03-26 · Heft 12 (26.3.1912) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 12 (26.3.1912)
Date
1912-03-26
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Der jüdische Student 415 mehrere andere nach vorheriger Instruierung mit zu diesem Zwecke heranziehen. Ueber alles Unternommene ist dem leitenden Bundesbruder zu berichten, so daß für jeden Keilfuxen kurze, aber übersichtliche und erschöpfende Aufzeichnungen über seine Denkweise etc. und das bisher mit ihm Unternommene vorhanden; so kann auch eventuell einem anderen K. V. sofort Material über einen Keilfuxen übersandt werden. Daß im übrigen natürlich für die meisten Keilfüxe ein Verkehr — ohne eigentliches tendenziöses Keilen — mit möglichst vielen Bundesbrüdern erstrebenswert ist, daß die - Eindrücke des Fechtens, der Kneipe nicht unbenutzt zu lassen sind, ist selbstverständlich. Viele Veranstaltungen der letzten Zeit wurden von der Keilarbeit beeinflußt. So zwei Vorträge: A. H. Dr. Rosenfeld: Gedanken über die Judenemanzipationsverhandlungen der preußischen Stände von 1847, Rosen bäum: Rasse und Nation. Einen Erfolg hat unsere Keilarbeit bereits aufzuweisen: stud. med. Peritz wurde in den A.C. aufgenommen. Eine zweite Aktivmeldung liegt vor. Wichtig ist für den Semesterbeginn das frühzeitige Eintreffen der Auswärtigen. Wir haben daher den Semesterbeginn auf Mittwoch, den 17. April festgesetzt. Die Repräsentantenwahlen waren für uns von besonderer Bedeutung, weil erstens unsere Alten Herren in der Wahlagitation der verbündeten Mittelparteien und Zionisten gegen die liberale Liste die Führer waren, zweitens einer unserer Alten Herren, Pelz, der offizielle zionistische Kandidat war, und drittens weil fast die gesamte Aktivitas und alle Inaktiven sich an der Wahlarbeit beteiligen mußten. Wir hatten einen vielleicht kaum geahnten Erfolg: unsere gesamte Liste ist mit überwältigender Majorität gewählt und damit sitzt auch ein zweiter Alter Herr in der Repräsentanz (im übrigen s. Bericht in der Jüd. Rdsch). Die eigentliche Bedeutung der Wahten für uns liegt aber wohl darin, daß wir aus der unbestritten führenden Stellung, die wir im hiesigen Zionismus bis jetzt hatten, nunmehr auch in den Mittelpunkt des gesamten nicht * auf extrem liberalem Standpunkt stehenden Teils der hiesigen Judenschaft gerückt sind. Der unglückliche Zusammehfall der Wahlen mit unserem Stiftungsfest auf denselben Tag ließ uns diese Zeit etwas sauer werden. Trotzdem war die Fahnenweihe mit dem nachfolgenden Ball der größte Erfolg, den wir wohl je in Königsberg; gehabt haben. In erster Linie den zahlreich hierher gekommenen auswärtigen Bundesbrüdern unseren Dänk! — Nach der einleitenden Akademische n Festouvertüre von Brahms und einer kurzen Begrüßung hielt B1 u rri e n f e 1 d die Festrede. Es folgte nach kurzen (darunter auch hebräischen) Rezitationen etc.-die Fahnen-

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