Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 12 (26.3.1912)
- Date
- 1912-03-26
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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401 der Geschäfte gezeigt. Die Anwendung des notwendigen Maßes von Sorgfalt wird hier vielfach Abhilfe schaffen können. Mehrfach ist noch nicht genügender Wert auf eine sorgfältige Wahl der Ferienkommission und überhaupt der mit der Keilarbeit beauftragten Bundesbrüder gelegt worden. Der grundlegende Mangel der Keilarbeit ist in dem völligen Versagen der Bezirksverbände wie überhaupt der Alten Herren zu erblicken. Es muß immer wieder hervorgehoben werden, daß die Bezirksverbände die Organisationen sind, welche naturgemäß die Grundlagen unserer Keilarbeit bilden. Ueberall ist daher besonders auf eine geeignete Zusammensetzung des Vorstandes zu achten. Ein tüchtiger Vorstand garantiert ohne weiteres eine ausreichende Tätigkeit des B.V. V. Auch in diesem Semester hat sich wieder gezeigt, daß das beste Mittel für große Keilerfolge das Vorkeilen ist. Hier gerade können sich die Alten Herren, die nochmals nachdrücklich auf die Beachtung unserer Rundschreiben hingewiesen seien, in verdienstvoller Weise betätigen. Der Rest der Ferien muß in dieser Beziehung noch intensiv ausgenützt werden. März 1912 Bileski Der Konflikt des V.J. St. Straßburg mit der Freien Studentenschaft Bekanntlich bestimmt der § 34 der Kartellordnung: Die Kartellvereine sind verpflichtet, von Absichten oder Beschlüssen, die eine Stellungnahme des Vereins nach außen hin betreffen, unverzüglich dem Präsidium Mitteilung zu machen. In welcher Weise diese Bestimmung von den Kartellvereinen gehandhabt wird, beweist wieder einmal ein Fall, der sich vor kurzem in Straßburg zugetragen hat. In No. 8 der „Freistudentischen Blätter für Elsaß-Lothringen" erschien folgende Notiz über das Straßburger Goethe-Haus : Kürzlich standen wir zu Straßburg vor dem Hause, in dem einst der Student Goethe gewohnt hat (am Alten Fischmarkt No. 36). Wir waren sprachlos. Es ist einfach ein Skandal l Ein