Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 12 (26.3.1912)
- Date
- 1912-03-26
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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396 Der jüdische Student Nachwort. Die vorstehenden Ausführungen von Bbr. Henryk Cohn seien allseitiger Beachtung empfohlen. Die Wichtigkeit der Keilarbeit braucht ja nicht mehr theoretisch bewiesen zu werden, sie ist — als selbstverständlich — allgemein anerkannt. Um so notwendiger ist es, daß in der Praxis zähe Energie und unablässiger Arbeitseifer dieser theoretischen Ueberzeugung entsprechen, Dinge, an denen es bisher noch häufig gefehlt hat und die allein einen Erfolg verbürgen. Zur Ergänzung der praktischen Vorschläge sei noch folgendes bemerkt: Ueberall, vor allem in S ü d d e u t s c h 1 a n d , ist auf frühen Semesterbeginn zu sehen. Die Bundesbrüder müssen unbedingt pünktlich zur Stelle sein. Die Ferienarbeit — bei der unsere Alten Herren eine gute Gelegenheit haben, ihr Interesse für den B. J. C. zu beweisen — muß planmäßig durch rechtzeitige Mitteilungen an das Präsidium und die in Betracht kommenden Kartellvereine mit der Semesterarbeit in Verbindung gebracht werden. Sorgfalt bei der Wahl der mit der Keilarbeit beauftragten Bundesbrüder! Der Keilfonds muß beachtet werden. Unsere Arbeit leidet wieder unter Mangel an Geld. Es ist zu bedenken, daß der Keilfonds jedesmal ganz verausgabt wird, also immer wieder neu gesammelt werden muß! Es lassen sich gewiß viele Mittel finden, dem K. F. Spenden zuzuführen, z. B. Besteuerung der auf den Spielabenden erzielten Umsätze. Auch unser Kampf kostet Geld, Geld, Geld. Bileski Was uns not tut Von Arthur Cahn (V. J. St. Bonn) Der XL O. K. T. hat zur Genüge festgestellt, daß unsere Tendenzkämpfe ausgefochten sind. Wir kennen unser Ziel, und es liegt an uns, dieses Ziel zu erreichen. So erfreulich an sich diese Feststellung ist, so werden wir ihrer doch nicht so recht froh. Der Tätigkeitsdrang der Bundesbrüder, der sich sonst in Tendenzkämpfen ausgetobt hat, muß sich einen andern Ausweg suchen. Da bleiben m. E. nur zwei Ventile, die diesen Drang regulieren können.