Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 10 (23.1.1912)
- Date
- 1912-01-23
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 307 Der Antrag des Präsidiums Die Kommission für Burschenprüfungsarbeiten in Permanenz zu erklären wird angenommen und dem Präsidium das Recht der Ergänzungswahl übertragen. Der Antrag Straßburg betreffend Niederlegung eines Präsidialamtes (Antrag 11, Seite 279 des J. St.) wird abgelehnt. Der Antrag des Präsidiums auf Erhöhung des Semesterbeitrags auf 5 Mk. wird angenommen. Der vom Präsidium vorgelegte Etat für das Jahr 1912 wird genehmigt» Angenommen wird der Antrag des V. J. St. Maccabaea und des Präsidiums : Anläßlich der Suspendierung des V. J. St. Marburg durch Rektor und Senat der Universität Marburg spricht der Kartelltag den beteiligten Marburger Bundesbrüdern für ihr Verhalten seine Billigung und Anerkennung aus. Die Resolution des V. J. St. Bonn No. 28 S. 288 des J. St. wird zurückgezogen. 6. Ueber die Gründung und die bisherige Entwicklung des in Heidelberg gegründeten V. J. St. Ivria berichtet Kl auber. Er begründet die Beilegung des Namens Ivria und die Einführung der Fuxenfarben. Aus der folgenden ausführlichen Debatte geht hervor, daß die Mehrzahl der Delegierten beide Maßnahmen nicht billigt. Pinner erklärt infolgedessen, daß der V. J. St. Ivria auf Namen und Fuxenfarben verzichte. Hierauf wird die Aufnahme des V. J. St. Heideiberg in den B. J. C. einstimmig beschlossen. 7. B i 1 e s k i erstattet einen ausführlichen Bericht über die Keilarbeit. Auf Antrag des Präsidium wird beschlossen: Die alten Herren des V.J.St. Marburg sollen sich, falls sie nicht schon einem anderen K. V. angehören, an einen K. V., den sie sich innerhalb von zwei Monaten wählen, anschliessen. 8. Die Bezirksverbände hatten keine besonderen Delegierten entsandt. Für Posen berichtet Glaser, für B. V. Rheinland-Westfalen Platz, außerdem für den Ferialverband Stettin, den B. V. Hamburg, Frankfurt a. M. einige anwesende Bundesbrüder. In der Debatte werden mancherlei Anregungen für die Organisierung der Keilarbeit in den einzelnen Bezirken gegeben. Ueber die Keiltätigkeit in Frankfurt a. M. und Umgegend soll eine besondere Besprechung der an der dortigen Keilarbeit beteiligten Bundesbrüder und des Präsidiums stattfinden. Es werden folgende Resolutionen angenommen: 1. Der Kartelltag spricht denjenigen Alten Herren, die durch grobe Interesselosigkeit an einzelnen Stellen den Erfolg der Keilarbeit auf das schwerste gefährdet haben, seine schärfste Mißbilligung aus.