Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 10 (23.1.1912)
- Date
- 1912-01-23
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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306 Der jüdische Student 2. Zum 1. Vorsitzenden des K. T. wird Koref, zum 2. Vorsitzenden Ludwig Mayer, zu Schriftführern werden Arthur Glaser und Thalmann gewählt. Zu K. T.-Ehrenrichtern werden gewählt M a j e r c z i k , Platz und Albert Hirsch. 3. und 4. Koref gibt den Generalbericht des Präsidiums sowie den Bericht der Ressorts und der Kommissionen. Er bittet zunächst um Entschuldigung wegen der nicht vorschriftsmäßigen Beschickung des Kartelltags durch das Präsidium. Er stellt fest, daß der B. J. C. im verflossenen Jahre eine erfreuliche Vorwärtsentwicklung gezeigt habe, im wesentlichen bedingt durch die straffe Organisierung, eine Folge der Einrichtung des Präsidialbüros. Die so ermöglichte Großzügigkeit im Keilbetrieb habe sich gut bewährt. Andererseits hat'das Büro anregend auf die jüdische Arbeit der Alten Herren gewirkt. — Die Lage d e s B. J. C. werde dadurch charakterisiert, daß die Tendenzkämpfe aufgehört hätten. Die beschleunigte Weiterentwickelung des B. J. C., die man auf Grund dieser Tatsache habe erhoffen können, sei jedoch durch die bekannten Vorgänge in der Berliner Alt-Herrenschaft gehemmt worden. Das Präsidium habe konsequent die Aufgabe durchgeführt, persönliche Streitigkeiten zu lokalisieren und eine allgemeine Krise im B. J. C. zu verhindern. Eine sachliche Stellungnahme konnte nicht Aufgabe des Präsidiums sein. Das Präsidium war aber verpflichtet, eine Minderung des Ansehens des B. J. C. nach außen zu verhüten. Als erfreulich sei zu konstatieren, daß die Kartellvereine, wie sie wiederholt zu erkennen gegeben hätten, das Hineinziehen solcher Affären in das Leben des B. J. C. als störend für die korporative Entwicklung abgelehnt hätten. Nach einer kurzen Besprechung der Lage der Kartellvereine geht Koref zu den Beziehungen zu anderen Organisationen über. Es folgt ein resümierender Bericht über das Ueberweisungsr e s sort, das Finanzressort, den J. S t., das Archiv sowie ein Bericht über die Tätigkeit der Redaktionskommission des Almanachs, der Kommission für Burschenarbeiten, der Statutenkommission. 5. Es folgen die Berichte der Kartellvereine. Hieran schließt sich die Generaldebatte und die Debatte über die zu Punkt 2 der Tagesordnung gehörenden Anträge. Der Antrag des Präsidiums Die Mindestzahl der Vertreter des Präsidiums auf dem Kartelltag auf zwei herabzusetzen wird abgelehnt. Die Redaktionskommission des Almanachs hat vorgeschlagen: Für den Fall, daß ein letzter Versuch, den Almanach herauszugeben, scheitern sollte, nach einiger Zeit Artikel aus dem externen J. St. zu einem Sammelbuche zu vereinigen. Der Kartelltag beschließt: Das Präsidium wird ermächtigt, erforderlichenfalls den Beschluß des VI. Kartelltags auf Herausgabe des Almanachs aufzuheben.