Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 9 (15.12.1911)
- Date
- 1911-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 301 Bei weiterer Mitarbeit in den Jugendbänden ist vor allem rechtzeitig auf die Erlangung zionistischer Mandate zum Delegiertentag hinzuarbeiten! Zu einem Normalstatut für Bezirksverbände fehlt es an der nötigen Erfahrung. Auch der Verband der Jugendvereine hat sich zu früh ein solches Statut geschaffen. Gerade wir wünschen einen Ausbau der Rechte der B. V. B. V. nur auf Grund positiver Erfahrungen. Darum ist auch die Forderung von Statuten für die B. V. B. V. verfrüht. Wir vermissen eine Bestimmung, daß Inaktive, die nicht am Orte eines V. J. St. studieren, Mitglieder des B. V. sind, was außer in Oberschlesien überall Rechtens war. Die Annahme der Vorschläge über Mitwirkung der Alten Herren bei Tendenzänderungen würde eine groteske Majorisierung der Jungen bedeuten, die mit der Zunahme der Alten Herren immer schlimmer würde. Das Stimmrecht der Alten Herren schon auf den Konventen verhindert die Information des K. T. über die wahre Stimmung der Jungen. Auf dem K. T. muß darum die Entscheidung fallen. Ein mehrfaches Stimmrecht der A. H. A. H, ist glatter Unsinn. Wir bitten darum insbesondere die Altherrenbünde und Bezirksverbände unserem Antrage auf Zurückstellung dieser Materie und ihre weitere Vorbereitung zunächst durch das Präsidium zu folgen. Es handelt sich hier tatsächlich um die Kernfrage des B. J. C, die ich beileibe nicht nur für eine organisatorische halte. Nur nach sorgfältigster Prüfung läßt sich aus so heterogenen Dingen wie Korporation und jüdische Arbeit der Alten Herren ein vernünftiges Mittel schaffen. Laßt uns nicht übereilt Gesetze machen! Wir wünschen vor jedem K. T. eine ordnungsmäßige Bilanz im J. St. veröffentlicht zu sehen. Natürlich in vollem Vertrauen zum Präsidium. Vom K. T. eingesetzte Kommissionen sollen spätestens im Juli-J. St. berichten. Warum sind wir nicht im Hauptausschuß des Verbandes der deutschen Juden? In München sind drei Hamburger aktiv geworden. A. H. Walter S a i o m o n hat sich hier als Zahnarzt niedergelassen. Grönheim, Loeb und Percy Z a d i k sind Medizinalpraktikanten am jüdischen Krankenhause. A. H. Dr. Max L e w y können wir zum Erstgeborenen gratulieren. Der Unterzeichnete wohnt Hoheluftchaussee 115. 7. Dezember Nathan