Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 7 (10.10.1911)
- Date
- 1911-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537691-3537698--2050-3540167- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
198 Der jüdische Student Wir verbreiten unsere Bücher durch eine Lotterie, deren Ziehung je einmal in jedem Quartal des Jahres stattfindet. Unsere Lose sind eingeteilt in V^Scheine, so daß es im Belieben jedes Einzelnen steht, sich an 1, 2, 3 oder 4 Ziehungen des Jahres zu beteiligen und dementsprechend ein 7o 2/V> 3A" °der ein 4/4-Los zu M- °>50> 1>~> ^50 resP- 2r~ zu nehmen. Selbstverständlich kann sich auch jeder für jede einzelne Quartalsziehung mehrere Lose sichern, während andererseits die Beteiligung in einem Vierteljahr keineswegs auch für weitere Ziehungen verpflichtet. Lediglich zur Umgehung der Lotteriesteuer und anderer unangenehmer Zugaben haben wir für unsere Lose die Form der Mitgliedscheine unserer Gesellschaft gewählt, die auf den Namen des Empfängers ausgestellt werden, ohne daß dadurch etwa ausgeschlossen würde, die Lose an dritte Personen weiterzugeben. Unsere Mitgliedscheine werden genau wie jedes andere Los behandelt. Da nun aber einerseits im Gegensatz zu allen anderen Lotterien jeder wirtschaftliche Vorteil unserer Gesellschaft selbstverständlich ausgeschlossen ist, und da wir andererseits bei den Verlagsanstalten und Buchhandlungen ganz außerordentliche Vergünstigungen genießen, sind die Gewinnaussichten unserer Ziehungen außergewöhnlich verlockend. Wenn z. B. für M. 100,— Lose im Quartal verkauft werden, so kommen durch die Quartalsziehung auch für M. 100,— Bücher zur Verteilung, und die bisherige Praxis hat gelehrt, daß unsere Loskäufer stets vorzüglich dabei abschneiden, so daß wir in Hamburg bereits einen ganzen Stamm treuer Kunden haben. Dazu kommt als weiterer Vorzug, daß wir keine Bücher lagern lassen, sondern zu jeder Ziehung die neuesten Erscheinungen berücksichtigen. Ganz große Werke konnten wir bis jetzt nicht anschaffen. Zur Hauptsache bringen wir Bücher im Werte von etwa M. 3,— bis M. 10,—. Selbstverständlich daneben eine Anzahl sogenannter Trostpreise, durch die wir zur Verbreitung der Herzl- und Palästina-Nummern der „Welt", von Extranummern von „Jung Israel" etc. etc. schon sehr viel beigetragen haben. Neben den ordentlichen Quartalsziehungen veranstalten wir außerordentliche Lotterien auf den Bällen, Ausflügen und sonstigen Veranstaltungen der jüdischen Vereine, die sich übrigens zum Teil auch corporativ an unseren ordentlichen Verlosungen beteiligen. Die Lose, die als außerordentliche ge-