Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 5-6 (20.9.1911)
- Date
- 1911-09-20
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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164 Der jüdische Student konnte ich nicht beschreiten, da die Väter meiner Akademiker, mit ^iner Ausnahme, sämtlich selbständig waren. Ich habe deswegen versucht, den Aufstieg dadurch zu erkennen, daß ich auch die Berufe der zweifälteren Vätergeneration, der Großväter unserer Akademiker, feststellte. Um zwischen beiden Generationen Vergleiche zu ermöglichen, habe ich eine andere Berufsgruppierung, eine Art sozialer Stufenleiter, vorgenommen. Diese Skala hat natürlich ihre Schwächen und sie wird hoffentlich niemanden verletzen; aber Tabelle V zeigt, welch bedeutsame Ergebnisse ein Vergleich auf dieser Grundlage ermöglicht. Tabelle V. Berufsgruppe der Väter 0 1 '0 der Gr väterlich 1 0/ 1 /o oßväti rnütti er srlich 0/ '0 Großkaufleute u. Fabrikanten 13 25 7,9 15,2 2 6 1,2 3,7 5 (Ärzte) 6 3,0 3,7 Kaufleute....... 106 64,2 90 54 95 57,1 Lehrer, Kultusbeamte usw. . Kleine Kaufleute, Händler, Gastwirte, Handwerker usw. 10 10 6,1 6,1 23 40 13,9 24,4 28 20 16,9 12,2 Die Mittelschicht, die in beiden Generationen die Hauptmasse bildet, sind die Kaufleute. Sie macht in der jüngeren Generation etwa % — 64,2% — aus. Die höheren Schichten, Akademiker, Großkaufleute und Fabrikanten, sind hier schon relativ erheblich vertreten; zusammen bilden sie etwa 1!4c aller Berufstätigen, während die Berufe, die erfahrungsgemäß mit Glücksgütern und sozialem Ansehen am wenigsten bedacht sind, nur einen geringen Anteil — etwa 12% — ausmachen. Ein ganz anderes Bild zeigt die Generation der Großväter1), nämlich eine ganz frappierende Verschiebung nach abwärts. Den Stamm bildet allerdings auch hier die Mittelschicht der Kaufleute, wenn schon auch sie sich um etwa 15% verringert hat und nur noch die Hälfte — 54% — ausmacht. Interessanter aber sind die Schwankungen nach oben und nach unten: die höheren Schichten haben sich um das 5 f a c h e vermindert, die niederen um das 3 fache vermehrt. Ja, die Grenzgruppen zeigen noch stärkere Unterschiede. Akademiker sind in der jüngeren parentalen Generation J) Ich bespreche im Text nur die Zahlen für die Großväter väterlicherseits.