Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 4 (20.7.1911)
- Date
- 1911-07-20
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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116 Der jüdische Student widmen, die jungen Juden, die wir für uns gewinnen können,, unserem festgefügten Verband einzuverleiben und sie zu Mitkämpfern für das jüdische Volks- und Freiheitsideal zu machen. Noch sind wir nicht am Ziel, noch können wir nicht in unserer alten Heimat für unser Volk arbeiten, noch wissen wir nicht, ob es uns selbst vergönnt sein wird, in Erez Jisroel zu leben > darum wollen wir unablässig neue Kräfte werben, die Jungen? die hinter uns kommen, mit unserem Geiste erfüllen: so allein sichern wir die Zukunft Jetzt am Semesterschlusse ist es besonders an der Zeit, die Bundesbrüder eindringlichst auf ihrePflichten hinzuweisen und ihre Augen auf die Notwendigkeit intensivster Keilarbeit hinzulenken. Der V.J. St.-er soll vor allem dann, wenn er der Machtsphäre des Korporationslebens entzogen ist und seine Zeit und Tätigkeit nach Belieben einteilt, zeigen, daß er den V. J. St. nicht vergessen^ hat und daß er seine Schuldigkeit tut. In den Ferien, wenn keine offiziellen Veranstaltungen, wenn nicht der Befehl des Erstchargierten die Bundesbrüder zwingt, jüdisch zu arbeiten und auch anderen die Resultate unserer Erkenntnisse zu vermitteln und sie an uns heranzuziehen, da sollen sie zeigen, daß in ihnen das Interesse für ihre Korporation, die ihnen das Beste gegeben hat, was einem jungen Juden gegeben werden kann, Persönlichkeitsbewußtsein und Mannestum, so groß ist, daß sie nicht nur automatisch und ungern, sondern mit ganzem Herzen und freudiger Zuversicht die Keilarbeit aufnehmen. Es ist klar, daß nicht jeder Bundesbruder befähigt istr andere von seinen Ansichten zu überzeugen. Dennoch aber ist es falsch, wenn viele nunmehr erklären, sie seien wegen ihrer Ungeeignetheit von jeder Keilpflicht entbunden. Abgesehen, davon, daß sie im Notfall, d. h. wenn keine besseren oder zu wenig V. J. St.-er da sind, ihr Möglichstes tun müssen,, so sind sie doch in jedem Falle zum Abholen der Keilfüxe, zum Besorgen technischer Dinge sehr wohl verwendbar und haben sich unbedingt für diese Dinge mehr organisatorischer Natur zur Verfügung zu stellen. Ich weise darauf hin, weilviele Bundesbrüder die Besorgung solcher „technischen" Dinge für unter ihrer Würde halten und infolgedessen gar nichts tun. Die Vorbedingung jeder gedeihlichen Keilarbeit in den, Städten, wo kein V.J. St. besteht, ist, daß die V.J. St.-er sich mög~