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Der jüdische Student · 1911-07-20 · Heft 4 (20.7.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 4 (20.7.1911)
Date
1911-07-20
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der jüdische Student liehst eng zusammenschließen und fest organisieren. Es ist einmal traurig, feststellen zu müssen, daß unsere A. H. in puncto Keilarbeit recht wenig tun. Wenn auch ihr Beruf ihnen eine solch intensive Keilarbeit unmöglich macht wie den Aktiven, so könnten sie doch vielleicht etwas energischer in den Kreisen ihres Verkehrs für uns werben. Da es nicht geschieht, müssen wir Aktiven um so kräftiger arbeiten. Ich sagte, wir müssen uns organisieren, d. h. ein energischer Bundesbruder, der zugleich von Tatenlust auf dem Gebiete des Keilens erfüllt ist, übernimmt den Oberbefehl über sämtliche Aktiven und gründet während der Ferien in seiner Heimatstadt einen V. J. St. im kleinen. Wenn irgend möglich, soll gefochten und die Keilfüxe dazu eingeladen werden. Die A. H. müssen zu Zusammenkünften mit den Aktiven möglichst häufig eingeladen werden, jede Woche hat ein Stammtischabend stattzufinden, gemeinsame Ausflüge sind zu veranstalten. Ein solches festes Zusammenhalten der V. J. St.-er und straffe Disziplin, die sich bei aUen diesen Gelegenheiten zeigen soll, wird auf vernünftige Keilfüxe ihren Eindruck nie verfehlen. (Allerdings kann diese großzügige Organisation nur an Orten, wo eine größere Anzahl von V. J. St.-ern sich befinden, durchgeführt werden; in kleinen Provinzstädten ist dies aber auch nicht nötig.) Zu dieser allgemeinen Keilarbeit muß noch eine private, möglichst innige Verbindung mit den Keilfüxen treten, sie sind so viel als möglich persönlich zu fesseln. Daß ein jeder Keilfux individuell gekeilt werden muß, bedarf keiner Betonung, dazu gehört eben, daß man sich intensiv mit jedem einzelnen beschäftigt. Nur eine Richtlinie möchte ich noch geben: Es wird unbedingt für den V. J. S1 gekeilt, unbedingt gegen K. C. und K Z. V. und jede andere Verbindung. Insbesondere bezüglich des K. Z. V. möchte ich erwähnen, daß hier gar keine Sentimentalität am Platze ist und unsere Keilfüxe ohne jedes Bedenken von einer Korporation, die bereits bei der Kneipcouleur angelangt ist, abzukeilen sind. Noch eines möchte ich nachdrücklichst betonen und doppelt unterstreichen. Wenn wir aus der Korporation heraus sind und nicht unmittelbar unter der Gewalt der Verbindung stehen, sollen wir nicht sofort über die Stränge schlagen und unser Benehmen form-

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