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Der jüdische Student · 1911-04-20 · Heft 1 (20.4.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 1 (20.4.1911)
Date
1911-04-20
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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Der jüdische Student. 41 Trotz der hierauf zwischen A. H. Blumenfeld und Herrn Bloch entstehenden Diskussion verlief der Kommers recht nett und gemütlich. Die altbewährte Hobelbank vom Münchener 10. Stiftungsfest trat wieder in Aktion, eine Reihe von netten Vorträgen sorgte für Abwechslung. Den Keilfüxen hat es von den drei Kommersen, die in einer Woche vom V. J. St., K. C. und K. Z. V. veranstaltet wurden, bei uns am besten gefallen. Hoch anzuerkennen ist, daß der V. J. St. Breslau durch sechs Bundesbrüder vertreten war, die noch unsere beiden neuen Füxe Kretschmer und Nürnberg aus Lissa mitbrachten. Aus Berlin waren die Bbr. Bieber und Rothmann gekommen. So war, trotzdem von den A. H. der Provinz einzig unser 1. A. H. Lutz Baschwitz erschienen war, doch eine stattliche Anzahl vom V. J. St'ern beisammen, im ganzen 25. Aber auch in diesem Jahre dieselbe Misere wie früher! Trotz aller persönlichen Schreiben, trotz eines versandten eindringlichen Aufrufs ist es nicht möglich gewesen, die Alten Herren in Posen zu versammeln. Wann wird es endlich dazu kommen, daß der B. Z. V. Posen nicht nur auf dem Papier steht, sondern sich auch wirklich konstituiert? Wir wollen im September einen Bezirksverbandstag nach Posen einberufen, um einmal alles Notwendige zu besprechen und hoffen, daß dann die A. H. unserem Rufe Folge leisten werden. Nun die wichtigste Frage! Wie steht es mit unseren K e i 1 a u s s i c h t e n? Da ist es schon auffallend, daß von den Abiturienten dieses Jahr aus Posen-Stadt nur einer zur Kneipe gekommen war. Es ist wahrscheinlich, daß wir keinen der Muli aus Posen-Stadt gewinnen werden; jedes Keilen war bisher erfolglos. Sie sind dem K. C. mehr oder weniger sicher. Woher dieses klägliche Resultat trotz der Tatsache, daß wir jetzt 6 ortsansässige A. H. und während der Ferien 7 Aktive in Posen haben? Die Schwierigkeiten, in Posen Erfolge zu erringen, haben viele Gründe: 1. Noch nicht lange ist es her, seit hier überhaupt begonnen und gewagt wurde, für den V J. St. etwas zu unternehmen. Erst nach der Niederlassung der A. H Laufer und Dr. Cohn wurde die erste Keilkneipe (1909) veranstaltet. Vorher hatten Generationen von V. J. St'ern, die in Posen — wenn auch oft nur vorübergehend — waren, nichts getan, da sie den Boden für zu steinig und daher jede Keilarbeit für unnütz hielten. So konnte der K. C. festen Fuß fassen und seine 32 A. H. in Posen werden ihm auch in Zukunft neue Kräfte heranführen.

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