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Der jüdische Student · 1911-04-20 · Heft 1 (20.4.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 1 (20.4.1911)
Date
1911-04-20
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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19 Wege des Nachdenkens zu den Resultaten gekommen, die ich sub 1 angedeutet habe. 3. Ja, z. Z. sehe ich nur auf diesem Wege die Möglichkeit einer Lösung der Judenfrage. S. zu 1. 4. Nach der Absicht seiner Begründer zweifellos, wiewohl diese das Wort „national" sehr weitherzig interpretierten. In objektiver Form läßt sich die Frage aber nicht beantworten, da ein jeder V. J. Ster die Grundlage des Vereins naturgemäß nach dem Verhältnis beurteilen wird, in dem er selbst zum Judentum steht 5. Da der Charakter des Vereins von der Stellung der Majorität der Mitglieder, wenigstens der einflußbesitzenden, zum Nationaljudentum abhängig ist, so kann man nicht von einem feststehenden Standpunkt des V. J. St. sprechen; je nach der Zusammensetzung wird das eine oder andere Moment mehr betont werden. Der Verein soll niemals konfessionell sein, er darf niemals antinational sein. Warten wir übrigens ein paar Jahre, dann werden wir klarer sehen. Albert Meseritz (verstorben). 1. Die Juden bilden eine Gemeinschaft infolge ihrer Rasseneigentümlichkeit und Religion. Aber kein Volk! Weil ihnen seit 1800 Jahren eine gemeinsame geschichtliche Entwicklung fehlt und dieser Mangel — für den einen bedauerlich, für den andern nicht — sich trotz heißen Strebens nie beseitigen lassen wird. 2. Nein. 3. Nein. 4. Nein. 5. Nein. Walter Münk (Bln. A. H.) 1. Die Juden sind ein Volk. Nicht bloß deshalb, weil sie eine gemeinsame Abstammung und eine gemeinsame, historische Entwicklung haben, sondern vor allem deshalb, weil sich die ungeheure Majorität derselben auf Grund dieser objektiven Momente subjektiv als ein Volk fühlt. (Übrigens auch von den andern Völkern so empfunden wird.) (cf. Frage 3.) 2. Ich bin Nationaljude, da ich mich als Teil des jüdischen Volkes empfinde und weiß, daß die Mehrheit desselben sich ebenfalls als Angehörige eines Volkes fühlt. Ich bin es auch deshalb, weil die jüdische Religion, zu der ich mich bekenne,

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