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Der jüdische Student · 1911-04-20 · Heft 1 (20.4.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 1 (20.4.1911)
Date
1911-04-20
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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20 Der jüdische Student. absolut den Begriff eines jüdischen Volks erfordert, wenn sie nicht unverständlich werden soll, da sie, wie alle Religionen des Altertums, auf nationaler Grundlage und zum Zwecke der Erhaltung des jüdischen Volkstums auf- und ausgebaut worden ist. 3. Ich bin Zionisi Ich habe aus der Geschichte gelernt, daß die Juden von andern Völkern stets nur so lange gern gesehen werden, als man sie braucht. Ich bin überzeugt, daß dieser Erfahrungstatsache die instinktive Abneigung jedes Volkes gegen jede sich hervortuende Minderheit zu Grunde liegt, von der es sich der Rasse nach verschieden fühlt. Das tun alle Völker den Juden gegenüber, wobei ihre Gefühle durch die Tradition, die Verschiedenheit der Religionen, die Verschiedenheit des Äußern, wie der ßeanlagung und des Charakters geschärft werden. Deshalb haben die Juden auf die Dauer nur im eigenen Lande Ruhe 4. Alle Juden werden durch das gemeinsame Volkstum zusammengehalten, also auch die V. J. Ster. (cf Frage 5) 5. Gewiß. Ein Verein, der jüdisches Selbstbewußtsein pflegen will, kann dies nur tun, indem er die Juden als eine gesonderte, von den andern verschiedene Masse betrachtet. Hier kommt allein in Frage, ob der Unterschied in der Religion oder im Volkstum liegen soll. Daß er für die V.J. Ster nicht in ersterer allein liegen soll, liegt auf der Hand: sonst müßte das religiöse Moment doch erheblich stärker betont sein. Sieht der V. J. St. aber von der jüdisch-religiösen Seite ab so kann er jüdische Eigenschaften nur auf Grund der nationalen Basis pflegen, und dann muß er sich auch offen auf diese stellen, weil er sonst in das stets gefährliche Fahrwasser der Halbheit und der Inkonsequenz gelangt. Arthur Pelz (Bln. A. H., Kbg. A. H. h. c.j. 1. Ja. 2. Ja. 3. Ja. 4. Nein! Ist auf dem Kartelltag zur Evidenz beschlossen. Adolf Pinczower (Bln., Fbg., Mü. A. H.). 1. Selbstverständlich. 2. Ja, mit Betonung des in Klammern gesetzten. 3. Ja.

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