Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 6 (21.9.1910)
- Date
- 1910-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Was Moses .Mendelssohn für seine eigene Person £ hatte, was aus seinen) eigenen Leben, denn Leben eines Phik . erwachsen' war, das wurde des ö f f e n t liehe Prograrnr die ihm folgten. Mendelssohn fand seine Religion mit 2 Zeremonialgesetzen - in Uebereinstimm'ung mit dem Zeitge: Nachfolger fänden das nicht mehr:* So nahmen -sie den als festen Pol und passten ihm in seiner jeweiligen Form i-h tum an. Manlief dem .Zeitgeist nach. Reformieren hiess u heissen: „Das wahrhaft Zeifgemässe zur Herrschaft zu e Der das sagte, war ktiin Erster Bester, sondern der "gross Mendelssohn: Leopold Zunz. Das Zeitgemässe _ 'war das tige, und die Vernunft,, oder was man dafür hielt, wurde ' d stab,. an .dem die Religion* sich" messenmusste und an de^ v Flügel gestutzt wurden. " - Das „Zeitgemässey Dieses Wort beweist, dass-das, w und sein Kreis wollten - und schufen, . keine* Reformation, nur eine Reform war. Diese Reform Wirkte zunächst' revc in Bezug auf die alten. Formen. Denn diese waren es, de Vorwurf des Nichtzeitgemässen zu allererst galt. Aber sie auch revolutionär in Bezug .auf die . Ideen. -Revolutionär nicht reformatorisch. Es fand keine Reductiou statt. - Im teil: Da der Maassstab des Zeitgemässen nicht blos an die k .Formen, sondern auch an den inneren Gehal t d e 5 judentu m wurde, so-konnte diese Reform höchstens auflösend wirken, keine Zurückführung auf. einen ursprünglichen wahren K Judentums, keine: Wiederbelebung und keine Wiedererleb: Vergangenheit erfolgen; Alles Reformieren ging vielmehr Gegenwart, oder, wie es sich / leider später herausgestellt 1 •die Zukunft. k •. Dieses Reforniieren hatte nämlich noch einen, materieller grund: die erwartete Gleichberechtigung. Deshalb lag in ä griffe „zeitgemäss" unbewusst noch ein anderer verborgen: zipationsgemäss". . Man änderte das Judentum nicht etwa b mäss den ästhetisch - formalen Bedürfnisseti der Zeit, sonder . - ■ V - . ' - gemäss den materiellen -Erwartungen'. Die religiöse Ret er halbbevvusst gleichzeitig politische Spekulation. Und diese S tion ist missglückt.- Die; Entwicklung des Judentums im IV hundert ist daher ein einseitiges Kreditgeschäft geworden, bar. und teuer, nämlich mitreligiösen Idealen, zahlten.."ab Staate stundeten,, wo --wir Credit gewährten,"^.ber selbst, keiner genossen. Wir.- Hessen uns auf ein Abzahlungsgeschäft, welchem wir hohe Werte hingaben und » trotzdem wec Schuldnerhaftbar noch die Werte ■ räicknehmbar machen k Diese Emanzipation auf.Abzahlung ist' das Entsetzlichste,, v Judentum in den letzten. Jahrhunderten erlebt:hat. -Einen Jk menschen" nennt der Jude .einen, der in allen Dingen imm.; dem materiellen Zweck, und Ziel fragt. Es blieb den Ju d 19. Jahrhunderts das' zweifelhafte Verdienst erspart/.eine