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Der jüdische Student · 1910-07-27 · Heft 4 (27.7.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 4 (27.7.1910)
Date
1910-07-27
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Der jüdische' SiadeaL. " -!0\1 bringen, der von den BüiKlesbrüdern des be'r. Gyninaslums. pro- ' legiert wird und uns die Arbeit" wesentlich erleichtert -Wenn so allmählich - die Zahl der ,lhmdos.hrüder -in o^neni Ort wächst/ (wie z. B. in Köln), sq. imponiert, einem Kei Kuxen-, schon' das gp-v. schiossene Auftreten, das immer '.-naeli . aussenwirbt, einen gewissen 'Glanz verleiht und' P;lichten au[erle,:t iE: Ziehung!). Auch in den Ferien - bleibt der Itorporniive .Zusnuinienheng gewahrt. In der. Grossstadt gibt es femer die vielen Jüdischen Vereine, die rBetätigungs^eMer"• für ' Aktivev Inaktive und besonders Alte Herren.. Und wie dringend notwendig im Interesseder jüdischen Sache es. ist, dass gerade irr -den Grosssiädien die - Akademiker V, J. St.er sind, braucht wohl nicht auseinandergesetzt zu werden. Erst von der Grossstadt aus ist die Provinz zu beackern." Aus diesen Gründen müsste die Keilarbeit. unter den Berliner Abiturienten selbst ganz anders beirieben werden: als bisher. Mit sträflicher Nachlässigkeit hat man sich bisher darum fast garnicht gekümmert" Von dreissig big.'vierzig oder noch mehr jüdischen Abiturienten jedes/mal ein halbes Dutzend (sehr bescheiden), zu bekommen, dürfte, .wahrlich' kein grosses Kunststück sein: Es ist zu hoffen, dass das Keilressort iai Präsidium hierin -energisch Wandel schafft' Aus der Mitteilung der Vereine im'Juni" ist zu' ersehen, dass diesmal wenigstens-3 Berliner aktiv geworden sind. An diese muss man sieh halten; von ihnen; die Adresse ihrer Konabitarienten erfahren, sie dringend zum Keilen ermahnen und erziehen und Nachlese halten.' Man soll endlich einmal sich . von allen Pedellen aller Gymnasien alle Adressen aller jüdischen Abiturienten geben lassen, von denen im Winter mehr in Berlin bleiben als im Sommer. Wenn man nur dahinter ist,'wird der Erfolg nicht ausbleiben. Dasselbe gilt von der Stadt München.'-. .Semester für Semester habe ich nach München, geschrieben und die ■ Bimdesbrüder'.'. ermahnt, sich 'doch um die jüdischen Abiturienten Münchens zu kümmern. Ich habe, ■weder eine schriftliche Antwort noch eine Antwort durch die Tat erhalten. Gerade jetzt ist es an der Zeit, wo wieder die Examina in Bayern sind; bei der günstigsten Situation des Ver-. eins (nicht erst unter Ferieiicliargierten), v*o einüberaus gelungenes, mit allem. Komfort der Neuzeit ausgestattetes Sommerfest. vom. Stapel gelassen ist, bei dem wie immer auch wohl die «bessere - Gesellschaft^ nicht fehlte. . M^n '-bedenke ferner, dass wir-in' einer Stadt ' wie- -Nürnberg-Fürth, das. eine sein* starke jüdische Bevölkerung hat, in der auch .Bundesbrüder wohnen, •wohl keinen jüngeren. Bundesbruder haben. - Auch liier. intensiv zu keilen, ist Aufgabe des Münchener- Vereins; bei der starken Corona wird es nicht schwer sein, noch. Ende. -Juli dort eine Keilkneipe zu' veranstalten, nachdem man-sich mit den." dortigen Bundesbrüdern ins Einvernehmen gesetzt hat (Man darf, sieh.- aber durch .Auskünfte, wie .-.schwerer Boden'4 usw. , nicht irre machen lassen.) Endlich sind auch einmal wieder 4 Faxe aus

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