Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 4 (27.7.1910)
- Date
- 1910-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
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wo Der Jüfeche Student. Ansicht nach muss sich, wenn drei Leute (und ganz besonders" „solche") sich -daiiinter .setzen.' aus einem' Kapital von'.zwölf bis achtzehn Kcilfüxen;rqehr' herausschlagen lassen (das -ist meine Eilalming).,: Breslau hat'e bisher hmner ganz leidliche Erfolge;. wenn es aber so weiter-geht/so würde dieser Verein, der einer der „bodenständigsten"' war, der sich ganz allein fast ohne Zuwaehs aus dem .B.' J. C. erhalten hat. bald auch diesen Zuwachs vom B. . J. C. verlangen müssen (woher nehmen, wenn nicht durch . Keilen?) und mit; in das laute Schreien der Vereine liach Leuten einstimmen. Caveie consules. Von den anderen Vereinen zu reden, ist -weniger- Verlegenheit, dort sind nicht viele jüdische Sind enteri immalriKuliert, und es wird wohl auch das möglichste getan.., . ' - ~—~v " . . LTeber die Kunst des Keilens kann .man; wenig aussagen. Der Einzel erfolg wird stets von der Geschicklichkeit und dem Takt des Keilenden und der mehr oder minder grossen Querköpfigk'eit des Keilfuxen abhängen,' aber man kann für" die,''"die .keilen können (nur diese tadle ich und will ich mahnen) gewisse Richtlinien geben. ~ . Unsere Keilarbeit muss mehr organisiert und zentralisiert sein. . Was ich unter Organisation im Einzelnen verstehe, will ich hier nicht des näheren auseinandersetzen, weil, ich bereits mich darüber des längeren in einem an das Präsidium gesandten-Expose ausgelassen habe; der Ressortchef für Keil arbeit kann in diesen Ferien den in Betracht kommenden Bundesbrüdern Genaueres mitteilen. .Kurz.will ich liier nur andeuten, dass in den Städten, in denen gekeilt wird, ein Buudesbruder die Keilarbeit leitet, dass er jedem anderen zu tun gibt, £teis über alles auf dem Laufenden ist und als Unterressortchef .dem Präsidium "verantwortlich ist. Es muss dies ein Bimdeshruder sein,. der viel Energie und Liebe zur Sache besitzt und der nicht müde wird, Binidesbrüdern, die oft noch querköpfiger sind als Keilfüxe, immer von neuem Dinge zu sagen, die jene eigentlich diesen - sagen sollten .(Disziplin!!). Unter Zentralisation verliehe ich,- dass -wir. unsere Keilarbeit haupisäChlich und mit verstärktem Eifer in den grossen Städten mit grosserjüdischer - Bevölkerung ireiben sollen, weil sie sich 'iiier am besten rentiert. In der Grossstadt steht jeder Keilfux uivlii .allein, wie in den Landstädten, wo .er der einzige jüdische Abiturient war und erst nach. Jahren einen 'Nachfolger hat. ' In der Grosssladt hat jeder Jveilfüx .so und. soviel -jüdische .Konabiturienlen, Freunde, Verwandte. Bekannte, die alle viel eher einem der ihren,. einem Altersgenossen glauben, " was der V. J. St. für eine feine Korporation -ist,-, als einem ihnen meist fremden Menschern der sie in ihrem Mulusdasein überfällt. In der Grossstadt macht' es die Masse, aus' der'.man.' wählen kann. Wenn ein Stamm von Pannlesbr ädern da ist. ist es leicht, -.unter den vielen jüdischen Gymnasiasten einen Schul ervereien zustande zu