Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 4 (27.7.1910)
- Date
- 1910-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student/ - . - •„ . 9-9 Juni abgedrückten.2 Vereiusherichten haben es unsere 10 B. J. C.' vereine auf " tn^gosamt; 38 Füxe gebracht;. - gewiss kein erfreu-. Ii dies Resultat.. . ... ' - ...' ■ ' Wenn man nach der mehr oder minder günstigen. Lage jedes .Vereins und seiner Besuchtheit von jüdischen; Studenten- und gewissen Erfaiirungsgrund'sätzen für. jeden einzelnen Verein', einen Soilkeilerfolg aufstellt, so würde; sich für das ganze Jahr - in. E: als Miniinum folgende Tabelle ergeben;.; ' Charlottenburg 4 . Marburg ' 4—6- Maccabäa - 14—16 Königsberg; 6 Sirassburg;;;.- ß—8- "Damit verglichen, zeigt sich, dass eigentlich nur -Freiburg mit 14 Füxen und Bonn mit. 6 das zu erfordernde Minimum erreicht, haben, worauf sich aber Freiburg nicht allzuviel zu gute tun darf, da seine Füxe eifrig .vorgekeilt sind. Alle anderen Vereine versagen. Ganz besonders muss dies an München auffallen, das es . nur auf 8 Füxe gebracht hat, voir denen noch einer austreten wird, und dies unter den „günstigsten Auspizien", mindestens; 3 davon intensiv vorgekeilt —. wro also nicht einmal die Entschul-, digung der anderen Vereine gelten. kann, es seien keine geeigneten Leute da. Und dabei weiss man, wie gerade München immer mehr von jüdischen Studenten besucht wird. Die „begründete Aussicht" auf neue Füxe, die noch im letzten Bericht fungiert; scheint sich als unbegründet erwiesen zu haben. Ebensowenig kann das Resultat von Berlin -und der Maccabäa genügen (Charlottenburg ist selbstverständlich zu entschuldigen). Dass das Keilen in Berlin-schwer ist, v\reiss jeder, der sich überhaupt einmal damit abgegeben hat; dass es viel schwerer ist als sonst, irgendwo auch, kann ich keinesfalls zugeben.: .Ich wrar schon ..oft zu Beginn des Semesters in Berlin und habe mich stets bei den '■.verschiedensten Bundesbrüdern nach der Keilarbeit erkundigt, ohne auch nur jemals die Erfahrung zu machen, dass ernsthaft gekeilt 'wird. Immer damit zu paradieren: „Ach es .ist so furchtbar selnver" ist Greisenmoral und entspricht der Logik unserer Gegner, die in den Anfangen der zionistischen Bewegung und wohl auch heute von „Utopie" sprechen. Dass der Berliner Verein mit dem Keilen von 4 Füxen seine Pflicht getan'-bot, wird ausser ihm selber keiner glauben. Die Maccabäa hat es auf 2 (in Buchstaben: zwei) Füxe gebracht; in dieser Beziehung wrird sich das Karfell jedenfalls nicht an ihr emporranken" können. Auch die Aussicht auf zwei bis drei Keilfiixe des ersten Berliner Berichts hat sich nach dem zweiten hlchfgänzT erfüllt; die mehreren in Bearbeitung genommenen Keilfiixe der Maccabäa (1. Bericht)" scheinen auch nicht intensiv bearbeitet worden zu sein. Auch Breslaus Keilerfolg ist minimal. Meiner Bonn ■-. Berlin München Freiburg Breslau 10—12 13—20 25—30 18—20' 16—18