Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 2-3 (21.6.1910)
- Date
- 1910-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 40 rückgezogen; aber Strassburg und Freiburg hielten ihn aufrecht, und Breslau und Charlottenburg schlössen sich dem Antrag an. Wir beriefen also den Kartelltag auf Sonntag, den 22. Mai nach Berlin ein. Es war das einstimmige Bestreben des Präsidiums gewesen, die Einberufung des a. o. K. T. zu verhindern. Nachdem wir nun zu seiner Einberufung gezwungen waren, d. h. unsere Politik in einer entscheidenden Frage eine Niederlage erlitten hatte, hielten wir es für unsere Pflicht, an den K. T. die Vertrauensfrage zu stellen. Wir teilten dies in einer Erklärung (die oben S. 47 veröffentlicht ist) den K. V. K. V, mit." Für den K. X setzten wir folgende Tagesordnung fest: 1. ) Anträge auf Aufhebung der Resolution betr. die authentische Interpretation des B. J. C. Programms. 2. ) Erklärung des Präsidiums. Hildesheimer. Unser V erhält ii is zum K. C. Der Bruch zwischen B. J. G. und K. C. ist jetzt endgültig vollzogen. Damit alle Bbr. Bbr. über die Vorgänge, die zu diesem Ergebnis geführt hahen, genau unterrichtet sind, sei nachstehend das Expose wiedergegeben, dass das Präsidium jedem A. H. des K. C. übersandt hat.-. Eine .seit längerer Zeit bestehende Spannung zwischen der Verbindung „Ghibellinia" und dem V. J. St. Freiburg wurde im November 19ü8 akut. Die Veranlassung bildete ein Missverständnis bei den Verhandlungen über eine Waffenangelegenheit: eine Verabredung im offiziellen Cafe zwecks Festsetzung eines Mensurtermins wurde vom Fechtwart des V. j. St. in einem falschen Cafe erwartet. Darauf ein schroff gehaltener Brief des V. J. St. an die Ghibellinia, diese verlangt nach Aufklärung des Irrtums in energischen Worten eine Interpretation des Brieftons, dieselbe wird verweigert, von seiten der Ghibellinia erfolgt -eine Sechsertorderung, die das E. G. genehmigt Die Partien sollten am 2. 12. steigen. Wenige Tage vor diesem Termin erfuhr das Präsidium des B, J. C. auf indirektem "Wege von den Ereignissen und beschloss, selbst einzugreifen, um die Austragung der Suite zwischen den beiden jüdischen Koiporationen zu verhindern. Es wandte sich mit folgendem Brief an die Ghibellinia: „Berlin, den 29. November 1908. An die verehrliche Verbindung im K. C. Ghibellinia. Freiburg. Sehr geehrte Herren Kommilitonen! Wir erfahren, dass zwischen Ihnen und unserem Kartellverein, dem V. J. St. Freiburg, ernste Differenzen entstanden sind, welche zu einer Forderung geführt habenv Wir sind der Meinung, dass der rein studentische Austrag der Angelegenheit eine schwere Schädigung der jüdischen Sache mit