Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 2-3 (21.6.1910)
- Date
- 1910-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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49 Der jüdische Studentwert, dass diesem a. o. K. T. die Möglichkeit gegeben ist, seiner Ansicht über die Arbeitsmethode des gegenwärtigen Präsidiums in der einzig wirkungsvollen Weise Ausdruck zu verleihen. Wir stellen daher dem K. T. hiermit unsere Mandate zur Verfügung. Das Präsidium des B. J. C. Rosenkranz, Moses, Hildesheimer, Koref, Cohn/Horovitz, Blumenfeld." Bereits zu Beginn des K. T. hatte Edgar Weill eine längere Rede gegen das Präsidium gehalten und eine grosse Anzahl gegen das Präsidium gerichteter Resolutionen dem K. T. vorgelegt. Jetzt sprachen wegen der bereits sehr vorgerückten Zeit nur noch sehr wenige Redner zu diesem Punkte, und auch das Präsidium verzichtete darauf, sein ganzes Material dem K. T. vorzulegen. Moses sprach zur Begründung obiger Erklärung. Die ganze Art jedoch, wie dieser Punkt der Tages-Ordnung von dem K. T. behandelt wurde (der beantragte Uebergang zur Tagesordnung über die Resolutionen Weill fand nicht die genügende 3A Majorität) liess das Präsidium— im Verein mit den Vorgängen vor dem K.T. — zu der lieber-, zeugung kommen, dass es beim K. T. für seine Art der B. J. C.-Arbeit nicht das genügende Verständnis finde und dass das so notwendige Vertrauen zum Präsidium in der Tat nicht mehr vorhanden sei. Obwohl alle Anträge gegen das Präsidium schliesslich teils abgelehnt, teils zurückgezogen wurden, erklärte das Präsidium, während es vorher nur die Vertrauensfrage stellen wollte, dass es die Aemter niederlege und nicht mehr in der Lage sei, die Geschäfte des B. J. C. weiter zu führen. Wenn sich das Präsidium nachher trotzdem entschloss, die Präsidialämter wieder zu übernehmen, so geschah das nur darum, weil es sah, dass ein Beharren auf dem Entschlüsse für den B. J. C. von den nachteiligsten Folgen sein würde. Jedoch glaubte das Präsidium, sich mit einem Vertrauensvotum jetzt nicht mehr begnügen zu dürfen, sondern es musste verlangen, dass der Kartelltag die Art der Kritik, die gegen es gerichtet war, in unzweideutiger Weise missbilligte, ein Verlangen, dessen Berechtigung die grosse Majorität des K. T.durch eine n er.tsprechenden'Beschluss anerkannte. Das Präsi#dum übern ihm also die Aemter wieder, nachdem der K. T. folgende Resolution angenommen hatte: „Der K. T. drückt dem Präsidium sein vollstes Vertrauen aus und erwartet, dass es die Geschäfte weiterführt. Er missbilligt es, dass am Präsdium ungehörige und unsachliche Kritik geübt worden ist." Um V-»2 wurde der K. T. von Berlowitz geschlossen. Für das Präsidium Hildesheimer. Mitteilungen des Präsidiums. Bericht des Präsidiums. In den letzten Sitzungen des Präsidiums bildete den Hauptr gegenständ der Tagesordnung die Frage des a. o. K. T. De- V. J. St. Königsberg zwar hatte seinen diesbezüglichen Antrag zu-