Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3537599-3537678-3537680--1501-3539602- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der jüdische Student. hat bereits verschiedene Mal bewiesen., dnss er kapitalkräftiger ist als die jüngeren Bbr. Bbr. 6. IV. 10. Albert Baer, . \V. J. St. Stras.sburg A. H:) Posen. Anv 26. März veranstaltete der Bezirksverband Posen eine Ferienkneipe, zu welcher 19 Abiturienten und 13 Unterprima--, ner aus Stadt und Provinz geladen waren. Mag es sein, dass der Tag schlecht gewählt war (einen anderen zu wählen, war unmöglich, weil kein Saal zü haben war), mag es sein, weil der V. J. St. in Posen leider noch nicht genügend festen Fuss gefasst hat (2 Aktive!-), viele' der Keilfüxe warender Einladung nicht gefolgt Dies wäre aber zu verschmerzen gewesen, da wir dank unserer Keiltätigkeit sicher auf drei, nvt aller Wahrscheinlichkeit auf weitere drei, im ganzen also 6 Leute zurechnen haben, welche sich t>ei uns aktiv melden werden. Etwas anderes war es, was auf uns deprimierend wirkte. Wir Hatten alle Bbr. Bbr. aus der Provinz eingeladen, unserer Einladung gefolgt waren aber nur unsere 1. A. H. A. H. Lewy-Rawitsch, Manheim-Krotoschin/ Bbr. Ivsinsky-Schrimm, ferner konnten wir zu .unserer Freude bei uns begrüssen A. H. Rosenberg-Berlin und Bbr. Löwenberg-Berlin, welche hier zu Besuch waren, ferner die Bbr.Bbr. Goldschmidt Wd Zerkowski-Breslau. Die anderen A. H. A. H. des Bezirksverbändes Posen — ausser den V. J. Stern aus Posen-Stadt — waren nicht nur nicht erschienen; sondern hatten es nicht einmal für nötig gehalten, auf unsere Einladungen zu antworteten, z. B. die beiden A.IL A.H. Baschwitz:Bromberg, Dr. Bäck und Referendar Nemann-Lissa u. s. w. Auch die aktiven Posener Bbr.Bbr. antworteten z. T. Tl-kht, z. B. Meyersohn, z. T. sagten sie mit der ^Begründung*-ab, dassTsie nicht kommen könnten. Diesem mangelnden Pflichtgefühl und dieser Lässigkeit muss unbedingt ein Ende gemacht werden. Wir \l. J. St.er aus Pösen-Stadt sind uns bewusst, unsere Kräfte energisch für unsere Sache eingesetzt und den Boden für eine weitere gedeihliche. Tätigkeit geebnet zu haben. Um aber grosse Erfolge zu erringen, brauchen, wir die Unterstützung aller Posener Bbr. Bbr.!, Jm' übrigen verlief die Kneipe, welche Bbr. Löwenherz eröffnete und deren Fidulität A. H. Dr. Cohn leitete, gemütlich. Bbr. Glaser hielt die Tendenzrede. Wenn unsere vorgekeilten Posener Füxe an allen Universitäten, an die sie gehen, genügend bearbeitet werden, ist auf einen den hiesigen Verhältnissen gemäss reichen Erfolg zu hoffen. ' LeipzigL.hat vielleicht 6000 Juden, davon sind V3f (vielleicht auch 3/4) Ausländer. Auf dem „Brühl" stehen .die Rauchwarenhändler, die alten im Chlad, die Jungen im niedernsten Habitus, so wie sie des Abends mit dem Verhältnis zum Schwöen gehen. Die krummen Stiefel der Väter und die Lackschuhe der Söhne bedecken beide einen sehr unangenehmen Plattfuss, der seinen Weg meist erst vor