Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Der jüdische Student. ^zwecks Umstossung der auf dem letzten Kanelltag gefassten „Tendenzresolution. da sie der Ansicht sind» dass sie einen un- „heilvollen Einfluss auf die Entwicklung des B. J, C. ausüben wird. Massgebend waren folgende Erwägungen: Die Resolution bringt, mehr zum Ausdruck, als sie sagen wiiL Sie will bezwecken, dass bei der Fuxenerziehung, Burschenprüfung etc. mehr Nachdruck als früher, auf. die bewusst jüdische Gesinnung des einzelnen gelegt werden soll, bringt aber zum Ausdruck, dass von. jetzt ab nur noch wirkliche Zionisten in den B. C. aufgenommen werden können. Sie stempelt somit nach innen wie nach aussen den B. J. C. zu einem zionistischen Kartell. Auf die daraus erwachsender! Gefahren braucht nicht näher eingegangen zu .werden. -— - - , ■ ' Der vorgeschrittenen Zeit wegen kamen leider andere Fragen nicht mehr zur Verhandlung. - Aber.ds fand eine Keilkneipe statt Ausser A. H. Ma3'er, Strassburg, der die Tendenzrede hielt, konnten wir auf derselben noch A. H. Unna, Cannstatt begrüssen. Zwei Keilfüxe meldeten sich aktiv. — _ ' Das Cölner Vereinsleben ist für die Ferien ein sehr reges. Auf dem Fechtboden' sowie beim Ringbummel treffen sich täglich fast: alle Bbr. Bbr. Samstags Abend ist offizielle Zusammenkunft, imf Parkhot et ' Unsere Keilaussichten sind zufolge systematischer Keilarbeit die denkbar günstigsten. Namentlich für Bonn stehen uns eine Reihe Füxe in Aussicht. Es sei deswegen nochmals an dieser Steife die Aufforderung an das Präsidium wiederholt, für Ueberweisung geeigneter Burschen nach Bonn Sorge zu tragen zu wollen.' — Unser jiächster Bezirksverbandstag ist auf Anfang Oktober festgesetzt '------ Etwaige Anfragen etc. sind bis auf weiteres an den Unterzeichneten zu richten. Isidor Eisberg. . v Referendar. Stettin. Am 3. April fand die Ferienkneipe der pommerschen V. J. St.er statt. Wenn an ihr nur die Stettiner Bbr. Bbr. teilnahmen, so liegt das an der Gutmütigkeit von Bbr. Blankenfelde der den ausserhalb Stettins wohnenden Bbr. Bbr. das Reisegeld ersparen wollte und >ie darum nicht benachrichtigte. Trotz der kleinen Corona verlief die Kneipe sehr gemütlich; das Keilmaterial war vorhanden. Selbstverständlich zahlten die Alten Herren alles. A. H. Carl Cohn ist erster Vorsitzender des .Jüdischen Jugend bundesu geworden. Unser erster selbständiger Alter Herr Rechtsanwalt Abrahamson