Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 29 band oder A. H. Bund Breslau {was. von beiden, weiss ich nicht genau) gegründet haben. Sicherlich ist das den Bemühungen unseres lieben A> H. Steinitz, der wie immer der . erste auf dem Platze ist, zu-danken. — Auch Curt Weiss hat jüngst eine erkleckliche Anzahl von V. J, St.ern in die zionistische Ortsgruppe zusammengetrommelt, wo sie alle — mit und ohne Ahnung — für seine Resolution stimmten (die in der Rundschau zu lesen ist — d. i. wieviel V. j St.er lesen denn-eine zionistische Zeitung?) Es mag lobend erwähnt werden, dass der korporative Geist auch auf unsere Bundesschwestern übergegangen ist. Denn sie alle -waren da und stimmten als Schekelzahler — ganz gleich ob -über oder unter 18 — in corpore mit dem V. J. St. ':— Dann sahen wir noch einmal ein Minjan von V. J. St.ern nach dem Vortrag von Blumenfeld bei Kissling mit diesem zusammen. Diese hohe Zahl 101- — wurde nie mehr erreicht. — Als wir die Reihe der Five o'clock teas mit einem literarischen Abende schlössen, waren ganze 7 V. J St.er da, — nicht gerade zum Ergötzen unserer' Gäste. Trotzdem - verlief die Veranstaltung ganz nett. Allerdings war damals der J. St. mit Emil Cohns Erziehungsgedanken noch nicht da, — daher vrussten manche Bbr. Bbr. noch nicht, dass man sich bei Vorträgen, — auch oder gerade wenn sie von Bbr. Bbr. gehalten werden, — anständig benehmen muss. Ja Kin-" derstube und gesellschaftliche ' Erziehung! Von solchen Dingen sprechen nach der Ansicht der jüngeren Breslauer nur Fatzken. Emil Cohn hat sicher in Breslau verspielt. — ' ~ Um vollständig zu sein, teile ich noch mit, dass die Aktiven häufig zum Dämmerschoppen im Schweidnitzerkeller (offiziell) und dreimal in der Woche zum Fechten auf der Kneipe (offiziös) zu-, sammenkommen. Wir haben an der Kattowitzer Keilkneipe teilgenommen und haben uns durch die Bbr. Bbr. Blumenthal, Marcus und Knoch vertreten lassen. , ■ Auch die Posen'er Keilkneipe sah unsern Wichs und die Bbr. Bbr. Zerkowski und Goldschmidt. Wir haben mit d'esen Opfern, die wir gebracht haben, zeigen wollen, dass wir nunmehr bereit sind, mit dem B. J. C, im B. J. C. und für den B.'J. C. zu arbeiten. Hoffentlich zeigt uns der B. .j. C, dass er unsere Notlage auf dem K. T. erkannt hat und dass er willens ist, Breslau für den B. J. C. zu erhalten. Das kann er aber nur, wenn er uns zwei arbeitsfreudige, tüchtige Chargierte herschickt, vor allen Dingen Leute, die zu keilen verstehen. Das Sommersemester beginnt Montag, den 18. April, 9 h. c. t. bei Haase, Schweidnitzerstr. Wir bitten alle Bbr. Bbr., die hierher kommen, pünktlich zu erscheinen, da wir jeden Mann für die Keilarbeit gebrauchen. Aus demselben Grunde machen wir es allen Aktiven und Inaktiven hochoffiziell, sobald, sie in Breslau angekommen sind, täglich vormittag um 11 Uhr s. t. auf die Kneipe, Werderstr. lo'lö zu kommen.