Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Der jüdische Student. Persönliches: ♦ A. H. Schindler hat sich in Zabrze als Rechtsanwalt niedergelassen. Bei der Beerdigung A. H. Rosenbaums haben wir chargiert. A. H. Dr. Hülse hat einen Sohn bekommen. 31. Dl. 10. Joseph Marcus. Sirassburg. Die in Strassburg zurückgebliebenen V. J. St.er haben die Ferien zu ausgiebiger Tätigkeit im gegenwärtig hier blühenden jüdischen Vereinsleben benützt und namentlich in hohem Masse dazu beigetragen, die vorbereitenden Geschäfte zur Gründung eines Jüdischen Jugendbundes erfolgreich zu Ende zu iühren. Der sehr zahlreiche Besuch unserer Gründungsversammlung und die stetig wachsende Zahl unserer Mitglieder legen beredtes Zeugnis ab von den Sympathien, die der junge Verein in der jüdischen Bevölkerung geniesst, und die mit überwältigender Majorität erfolgte Wahl zweier V. J. St er in den Vereinsvorstand — des a. B. Edmond Weill zum 2. Vorsitzenden, des A. IL Dr. Grombacher zum Beisitzer — zeigt, dass unsere Verdienste um das Zustandekommen des Vereins in vollem Masse gewürdigt werden. Allerdings haben wir uns nur höchst persönlich und in keiner Weise als Vertreter des V. J. St. an der Bewegung beteiligt. Gemeinsam mit den beiden Vorgenannten waren auch A. FL Dr. Ludwig Mayer — dessen Ernennung zum Vorsitzenden des Komitees für peistt^e Interessen bevorsteht — und i. a. B. Ed^rar o r> o Weill im vorbereitenden Ausschuss tätig. Ersterer hat auch im Laufe des Monats im Verein „Eintracht'4 in Forbach einen Vortrag über die jung-jadische Poesie gehalten, dein a. B. Klauber durch Rezitation jung-jüdischer Gedichte die nötige Ergänzung gab. Edmond W e i 11. N. B.: Die Bbr. Bbr. werden aufgefordert, ihre Ferienbeiträge umgehend an math. Alfred Adler, Wildemannstrasse, Mülhausen zu senden. Semesterbeginn 21. April. Froiburg. Wir haben unsere bisherige Kneipe im sLandsknecht* aurgegeben und sind in den pStorchen*, Schiffstrasse, übergesiedelt. Hoffentlich werden wir uns dort rascher vermehren. Diejenigen Bbr. Bbr , die an uns noch Schulden haben, — es sind einige hundert Mark Aussenstände — bitte ich dringend, endlich einmal zu zahlen. Jedes Semester gehen eine Anzahl Leute fort mit 80—40 Mk. Schulden an den Verein, und wir können uns dann, um im Semester lumpige 5 Mk. als Abzahlung zu bekommen, die Finger wund schreiben. Schliesslich bitte ich noch alle Bbr. Bbr., die herkommen wollen, wenn nicht religiöse