Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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13 sönliche Einwirkung und Anregung gefördert, Zionisten werden. — W i r sind es. die freie, in sich ruhende Persönlichkeiten im B. J. C. erzogen wissen wollen, Ih r, ßlumenield und Genüssen, erreicht mit Eurem Paragraphendrexeln nur Mode- und Korporationszionisten, deren Zionismus nur solange anhält, als sie unter der täglichen Kontrolle der Korporation leben, und die immer wieder mit einem Hinweis auf den K. T.- Beschluss zum Schekelzahleri angehalten werden müssen. Die Grösse des B. J. C. beruhte bisher auf der freien, ungezwungenen Entwickelungsmöglichkeit der V. I. St.er, die bei der grossen Mehrzahl zum Zionismus führte, und da, wo sorgsame Anregungder älteren V. I. St.er nicht fehlte, zum Zionismus führen musste. Diese Freiheit in der Entwicklung darf nimmermehr beeinträchtigt werden. Die persönliche Entwicklung unseres Nachwuchses darf nicht von einer Formel eingeengt, nicht vergewaltigt werden. Unserm Nachwuchs muss während seiner Vorbereitungszeit fürs Leben das Recht zum Zweifeln erhalten bleiben. Denn der Zweifel ist es vornehmlich, der den starken, zuverlässigen Kämpfer reifen lässt. ■Es gilt das Schönste und Beste am ganzen B. J. C. vor unverständigem Eingriff zu bewahren! Nicht durch Resolutionen, sondern durch unermüdliche Kleinarbeit, durch Erziehung und persönliche Einwirkung von Seiten der älteren V. J. Ster werden wir unser Ziel erreichen! Dies an den 9. K- T. zur Warnung! Edgar Weill. "Rundschreiben des V. J. St. Strasshurg. Sobald wir nach Ablauf des K. T. von unserm Delegierten Albert Baer die Mitteilung von der Annahme der bekannten Blumenfeld'scheti Resolution, eingebracht von der Makkabäa, erhalten hatten, beschloss der Strassburger Verein, gegen die Annahme dieser Resolution'Protest einzulegen und die Einberufung eines ausserordentlichen K. T. zu beantragen zwecks Revision dieses von uns für verhängnisvoll angesehenen Beschlusses. Wir versandten eine dahingehende Mitteilung an das Präsidium und die übrigen K. V. K.V., die wir zugleich zur- Unterstützung unseres Antrages anriefen. Die Gründe unseres Vorgehens waren in dieser Mitteilung infolge Zeitmangels nur kurz angedeutet, sie sollen deshalb im folgenden noch einmal näher erläutert werden: Der. Antrag Blumenfeld-Makkabäa — eine Wiederholung des annähernd gleichen auf dem Königsberger K. T. abgesetzten Antrags — ging uns erst knapp