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Der jüdische Student · 1910-04-27 · Heft 1 (27.4.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 1 (27.4.1910)
Date
1910-04-27
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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12 Der jüdische Student. sind trotzdem später evolutionistisch Zionisten geworden! Will Blumemeld auf all diese in Zukunft verzichten! Was soll denn sein Antrag?! Hat jemand in den letzten zwei Jahren dessen Inhalt bestritten?! Für mich und viele meiner Bbr. Bbr. ist er — offen gestanden - eine Plattheit. Er sagt Selbstverständliches für uns ältere B. J. C.er, er sagt Selbstverständliches für diejenigen, die von u n s für den B. J. C. gewonnen und in den B. J. C. eingeführt wurden und die sich eben als jüngeres Geschlecht anschicken, uns in der leitenden Stellung in der Korporation zu ersetzen. W i r haben unsere Pflicht getan! Wie steht es damit irn Centrum des jüdischen Lebens, aus dem diese abgedroschene Phrase sich nicht scheut« noch einmal an das Tageslicht zu treten? Weshalb kümmert man sich dort nicht um Angelegenheiten, deren Erledigung näher liegen. Wo bleibt das Fuxenkompendium?! Wo steckt das Präsidium, das seit einem halben Jahr meine diesbezüglichen Anfragen nicht beantwortet! Weshalb hat das Präsidium keine Initiative! Weshalb hat es unsern „Führern" nicht die Anregung gegeben, statt des Almanachs das viel notwendigere Kompendium zu verfassen. Weshalb werden die Ueberweisuugen so schlecht und nachlässig geregelt, dass .es möglich ist, dass in dem einen V. 1. St. am Anfang des Semesters I Bursch und 10 Füxe., in dem andern ein Dutzend Burschen und ein Fux sind! Weshalb schreitet das Präsidium nicht disziplinarisch ein gegen diejenigen, die sich den Uebenveisungen nicht fügen, oder veranlasst ihre Bestrafung, besonders wenn dies von einem K- T. beantragt wird! Weshalb steigen die andern Berliner Bbr. Bbr dem Präsidium nicht auf den Kopf, oder nehmen selbst die Arbeit auf sieh, die das nachlässige Präsidium nicht leisten will! Hat Blumenfeld augenblicklich nichts gescheiteres im B. J. C. zu tun, als von neuem die alten Kämpfe heraufzubeschwören, die den B. J. C. in seinen Grundfesten zu erschüttern drohen! Glaubt Blumenfeld, dass der nächste K. T., der wichtige organisatorische Fragen zu erledigen hat, Zeit zu fruchtlosen Debatten erübrigen kann! Und noch einmal, was soll Dein Antrag, lieber Blumenfeld? Niemand hat das Gegenteil behauptet. Wir sind sachlich einig. Aber mit aller Heftigkeit werden wir uns gegen seine Erhebung zum Beschluss wehren. Es kann sein, lieber Blumenfeld, dass Dir Rosenkranz diesmal nicht denselben Widerstand entgegensetzen wird, dass Du mit Deiner feurigen Beredsamkeit eine Majorität auf diesem K. T. erlangst. Wir aber, die wir uns besser auf Psychologie und Pädagogik verstehen, wir werden uns niemals an einen derartigen Beschluss kehren können. Man hat uns nicht genügend Zeit gelassen, um den B. J. C. und den K. T. aufzuklären. Deinen Antrag nur zwei Wochen vor dem K. T. uns mitzuteilen, heisst.uns überfallen, Tvir hoffen aber, dass auch dieser K. T. mit uns wieder sagen wird: Wir wollen keine mit Resolutionen fabrizierten Zionisten, sondern Menschen, die aus ureignem Entschluss und nur durch unsere per-

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