Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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285 plant wurde. Wir glaubten diesem Antrag stattgeben zu müssen, schon weil von einer gegenseitigen Annäherung für beide Seiten nur Erspriessliches zu erwarten ist und sich uns hier die beste Gelegenheit bot, im Interesse einer guten Sache unsere durch keine SachF dnis getrübten Vorurteile gegen den uns persönlich unbekannten Typus des Ostjuden abzulegen. Dieser Erfolg hat sich bei einigen schon bemerkbar gemacht, und ihre Vorurteile sind in Begeisterung umgeschlagen. An den konstituierenden Sitzungen nahmen regelmässig S Bbr. Bbr. teil und haken mit, die jetzt dem Rektorat vorliegenden Statuten auszuarbeiten. Der Zusammenschluss ist unkorporativ gedacht, auch ist es uns gelungen, dem Ganzen ein national jüdisches Gepräge aufzudrücken. Von den Vereinsstrapazen pflegen sich die Bbr. Bbr. auf den verschiedenen Mausballen zu erholen, die bei ihrem chronischen Auftreten für den jeweiligen \Vochenp!an ein nicht zu ubersehender Eaktor geworden sind. Am Kaiserkommers der Studentenschaft sowie an der offiziellen Auffahrt am Kaisergeburtstag nahmen wir wie gewöhnlich teil. Endlich sei noch von einer — ich weiss nicht olj ernst zu nehmenden oder aus der Faschingszeit heraus geborenen — Conkurrenz die Rede, die uns in Gestalt eines K. Z. Wer St immtisches „Kadimah" erstanden ist. Inventar: ein Herr Xav. ratzki und "2 Biersoldaten. Da diese meistens Griffe klopfen mieten, wird das goldlila-gold färbene Fahnchen in der Kegel vun seinem getreuen Fahnenjunker N. im Cafe allein bewacht. - -- Albert Baer bestand sein RefereiKhuexamem 10. 11. 10. Paul Lcvy. Strasburg. Rückblicke nd auf d..> . \ e; do sene Semester iruiss man sagen, dass die Entwicklung des V. .1. St. rkra-Aurg in ihm eine ungestörte, recht erfreuliche gewe.-en isi. So auch im Monat Februar. Der Ausgang der Tendenzdebaue auf dein K. T., über die wir dank der pünktlichen Berichterstattung un.-eres Delegierten, Albert Baer, gut informiert waren, erweckte unsere einstimmige Missbilligung. In der Erkenntnis, dass die Annahme den* Resolution Blumenfeld sowohl in formeller, als auch in materieller Beziehung einen schweren Felder und r;russen Schaden für den o o B. J. 0. bedeute, berieten wir zwecks ihrer Beseitigung einen a. o. K. T. ein, dessen Zustandekommen durch das entsprechende Handeln von Köniesberix und Freibuiii ire^iche t ist. O C>- D Unser zweiter Delegierter, Leo Klauber, konnte zu unser aller Bedauern nicht am K. T. teilnehmen. Er erkrankte auf der Hinreise in \Yien an einer Halsentzündung, die ihn eine "Woche ans Bett fesselte. Er war von uns als Vertreter zu dem Winterfeste der J. A. V. Unitas entsandt und dorr sehr f: eundschaftlich aufgenommen worden. Seinen Wiener Eindrücken verdanken wir