Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
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27-i Der jüdbche Student. men für sie hat: Gr. Ins. Pud damit ist praktisch wenig gesagt. Immerhin kann man I '' tupten, dass der grosse Ted ali unserer Unarten auf einem :>'. v g e l an S e! b :> , a a. : berant. icn hue. hier Selbstzucht im weitesten Sinne za versieben and in einer gewissen Verschmelzung mit dem Begriffe dc^ Se!bsibewu>stse in s. Selbstzucht i-,t in diesem Sinuc sowohl eine individuelle als aach eine soziale Tagend. Wer- Selbstzucht lud, kenm erstens die Grenzen seines Charakters und weiss seine:! Chneak t: v \:\ diesen Grenzen zu haken, und zweitens kennt er die Grenzen zw [sehen sieh und den anderen, hat er das untrügliche Gefühl für die Stellung der e:genen Fersen inmitten der Gcse!Peln:;a b_t er;cue. und. ue:c da. -"c b>was, das uns lühig macht, an jedem Orte, u jeder Stande das Reckte zu tun und zu sagen: den 1 n tia'd «k s Am. ein;wmn:, de -o,a T de1;av mass: den Takt. Das ist es. was uns fehh. Das feh.it m-s im privaten und das fehlt uns im öffentlichen Leben. Warum? f:s maass einen Grund haben. Wo hegt die üisiorbche abdden'ua dieser brsekei umg? Man könnte versacht sein, in die fern den Zeiaen zu;T .Tzngchen und nichts anderes in ihr za sehen als das alte Korachübel Israels. Aber man soll sieh davor wohl bäten. Pie 0^ diidcv-an Kr: räch, der auf die Auscrwükkmg des gesamten Israel pichend sieh gegen Mcse, den duvdi seine persönü :kc Au. an ät A'n-crw ebb. n, ea:ndrte, kann nur den Wert einer Anak-cie für uns heehzea. Penn v.\an wir in dieser Geschichte den Urgn-al aa^cior beider baden wollten» wenn war behaupten wollten, ders der (io.aa '.e der \uaerv. äh'ung. der Aristokrat isicruiur des ganzen Ye!ke> Sei :TJ de ' i -a da^s es für den Juden im Judentum selbst keine Aaa-r;t';t g:bt. d ss der Schnorrer dem Rotschiid gleich, a.lso d.r Ibd-dTd eb an SAworrer verpflichtet sei, und w am m:m i.ch'i:-'";h T'-e b<\efa : noch mit der vielfach1 a Zcrro--- a<hr i•; uad d a; Tb'.oi Ibaa ■ ' .; t n>eres Staatsw es-,stützen v. eilte, so! ä.a nana na'* T>w; r Notwendigkeit da/an in all die-ja Pe!dern ia a JTbbj. h,-;'n daa" zu sehen. Aber es sind keine Erbfehler, sondern m r Er'bJ ungs'ehler, und ihre historischen. Gründe liegen viel näher beraub sie siad teils aus dem letzten Jahrtausend, teils erst aus dem icrztcu Jahrhundert erklärbar. Dieser Erklärung wollen wir jetzt näher treten. IL " Die stärksten Erzieher des Menschen neben dem Han>c sind der moderne Staat und die moderne Gesellschaft. Der eine Znchtuoeister, der Staat, hat uns zweitausend Jahre lang gefehlt und fehl: aas noch heute zur Hälfte, der andere, die Gesellschaft, hat uns vernachlässigt. Während bei den anderen Völkern die sorgfältigere Schichtung der Gesellschaftskreise erfolgte und immer weiter erfolgt und das Beamtentum in der historischen Entwiehhiug das ganze Volk dazu erzog und erzieht, den kulturellen und u.b:' idaeden Segen der Eingliederung des einzelnen in einen festen. Organismus za erkennen, sind wir Juden allezeit eine fluktuierende Masse gewesen und geblieben. Wohl hatten war unser tahnuldisches Gesetz als Erzieher,