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Der jüdische Student · 1910-03-24 · Heft 11-12 (24.3.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 11-12 (24.3.1910)
Date
1910-03-24
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Der jüdische Student. -"7 als unverrückbare Richtlinie stets im Auge beliehen, und das ist es. was uns diesen Mann so wertvoll macht und iifom unsere Dankbarkeil und unser Vertrauen sichert: er hat über aller praktischen Arbeit das findziel nicht aus den Augen verloren; tr hat die finanzielle Grundlage unserer Bewegung, die so mühselig von den Spargroschen der jüdischen Massen geschaffenen Institutionen], die Bank und den Nationahonds, nicht antasten lassen für vage unsichere Pläne. Das aber gerade ist es, was wir von dem neuen Regime der Russen befürchteten; denn ihr von keiner Zukunftsorge gezügelter Palästinaeifer, der bei ihnen den Zionismus schon fast zu einem EViüstinensismus umgewandelt hat, würde diese mit so schweren Ojiteru zusammengetragenen Bausteine des jüdisch nationalen ZukunftsSiauses verschleudern um eines Phantoms willen, um einer Ungewisses: Zukunft in Palästina willen. Diese grossen Opfer aber, Preis der Arbeit so vieler Jahre, sind jene Hoffnungen, die an die praktische Pa'lästinaarbeit hinsichtlich unseres findzieles geknüpft werden, nicht wert. Hoffnungen, die im selben Augenblick aufhören, Hoffnungen zu sein, wo die Machthaber in der Türkei in unserer Arbeit ein Haar finden und ihr Veto sprechen. Ja, diese Politik ist unsicher, zum nnündesten%so unsicher wie die Träume der Politiker. Du. mein Preumü, Du siehst so vollkommen klar, kennst die Zukunft des Landes so genau, wie ein Prophet. Du sprichst mit absoluter Sicherheit von der letzten Gelegenheit, die sich noch bietet, in Palästina zu arbeiten,, und die bald vorbei sein wird. Du weisst, dass schon alle Konzessionen vergeben sind; uns aber ist die Zukunft noch dunkel imd schkierhaft, aber wir wissen, nein w ir vermuten nur, dass vielleicht dienet/igen Machthaber ebenso wie die vergangenen uns als nationale Einheit in Palästina nicht haben wollen, gerade weil wir dorthin wolen, und dass eines Tages, wenn ihr Misstrauen offenkundig sich gegen uns kehrt, mit einem Federsirich ausgelöscht sein könnte,w as hinzusteilen so unendliche .Mühe gekostet hat. Wehe dann unserer Sache, wenn wir in diesem Moment vor dem Nichts ständen, wenn alles gesetzt wäre auf diese eine Karte. Unsere Bewegung wäre wer dem Bankerott, und darum, weil wir nicht alle Trümpfe aus der Hand geben wollen, darum sind wir gegen „die Russen'' und gegen Warburg ohne Wolffsohn .ebenso wie wir für Warburg sind mit oder vielmehr unte r Wch7s:;lm. Und weiter sind wir gegen Warburg, weil er uns unmöglich erscheint als der Repräsentant unserer nationalen Bewegung, des zionistischen Gedankens. Der Mann, der im Briefwechsel .mit Cow en jene bekannten Worte über unseren Nationalismus geschrieben und das. uns allen bekannte Pronunciamento mit seinem Namen gedeckt hat, kann nicht "der Repräsentant der grossen Gedankenwelt sein, die uns eine Bewegung geschaffen und gross gemacht und ihm erst die Mittel für seine Palästinaarbeit geliefert hat. Und die andern Mitglieder dieses Direktoriums? Schweigen wir vm ihnen, wir haben genug von diesen Kombinationen. Solche Direktorien'*, .,Mini-

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