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Der jüdische Student · 1910-03-24 · Heft 11-12 (24.3.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 11-12 (24.3.1910)
Date
1910-03-24
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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266 einmal drin sein nuiss (natürlich von wegen der Persönlichkeit!); tadelst die Deutschen ob ihrer Unfähigkeit, eine solche Kombination herauszuknobeln; a';er in demselben Atemzuge, mit dem Du ihm unter vollständiger Verkennung seiner Persönlichkeit eine solche Rolle zudikiie: e-i, verlangst Du von dem deutschen Block, man hätte ihn fallen lassen sollen, und warum? Weil das Berliner Direktorium, wie Du sagst, den hoch aktuellen und zionistischen Teil, des Baseler Programms vertrat. Das ist nun ganz russisch. Alan höre nur Deine Gegenüberstellung: ,,Entweder ein einseitiges, aller Voraussicht nach ileissi^cs Aktionskomitee dessen Programm gutzionistisch und hochaktuell war, hinter dem wegen der Erkenntnis dieser Aktualität seines Programms der halbe Kongress stand, das aber wohl manche Fehler machen würde, jedenfalls nicht das Ideal war - oder die durch eine Art Gewalt erzwungene Präsidemenschaft eines Mannes, der nicht mehr regieren wollte oder kraime, kein vertrauenswürdiges Ministerium in der Kiie d) mehr tniden k »nntc, nmicr dessen l'crsönlichkeit zwar die eine Hälfte des Kongresses stand dessen Arbeitsweise aber der andern Hälfte e.s Kongresses als künftig ganz unannehmbar erschien". Nun selbst bei dieser (ganz unzutreffenden) Abwägung, bei der Du den einen Pinger nachhelfend au der Wage hasi, dürfte wohl niemand, der nicht von Hause aus ein Krüppel und zu jedem energischen Wollen unfähig ist, zweifeln, für welche Schale er wählen sollte. Wohl, hinter Wolffsohn stand der halbe Kongress mit der vollen Kraft, die das Vertrauen gibt, für ihn eintretend und einschlössen, die Verantwortung für seine Wahl zu tragen: hinter dem Berliner Direktorium stand niemand, nicht einmal diejenigen, die diese Kandidaturen n:,miniert hatten, weil es eben nur X'eri /gerdieitskandidaturen w aren, in Ermangelung eines geeigneten Präsidenten. Darum hat die Opposition, trotzdem sie in der numerischen l'ebcnnachi war, in dem entscheidenden Augenblicknicht gewagt, enserer Partei diese Leitung und ihren Willen aufzuzwingen. Wir aber, die Deutschen, wir haben uns mit Händen und Pässen gegen dieses Aushilismüüsterium gesträubt, weil wir in ihm den Ruin unserer Sache erblickten. Keine Männer und kein Programm! Wir wenigstens stehen diesem Programm mit grösstem Misstrauen gegenüber. Was Du das Neue, das Positive, das Hochaktuelle nennst, das ist nicht neu, sondern das ist die Arbeit der ganzen letzten Jahre. Soweit es gut und nützlich ist, ist es geschaffen worden unter dem alten Regime, unter dem Regime Wolffsohns. Was Warburg immer geleistet hat an praktischer Palästinaarbeit, Warburg hat es, das haben wir ja auch auf diesem Kongress authentisch gehört, geleistet mit Einverständnis und Unterstützung WohtsnhrK, der in allen finanziellen Fragen end Arbeiten sein Ratgeber gewesen ist. Und niemals hat Wolffsohn irgend eine praktische Arbeit in Palästina verhindert. Nur eines har er hierbei

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