Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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250 strebungen durchaus feindliches Fahrwasser . raten sollen, so ist es durchaus erforderlich, dass unsere alten Murren dieser Bewegung ein reges. Interesse zuwenden und in den .higeridvercinen rege mitarbeiten. Dagegen wünscht der K.-T. nie! , dass die Aktivitas das Schwergewicht ihrer Tätigkeit in die Jugendvereine verlegt, sondern im Interesse der korporativen Erziehung so!! die Aktivitas sich hauptsachlich innerhalb des eigenen Vereins betätigen, wenn sie auch, soweit es mit einem gedeihlichen Vereinsteben zu vereinbaren ist, au den Vorträgen der Jugendvereine teilnehmen soll. Vor allen Dingen soll die Aktivitas auf den W ink ihrer alten Herren im Jugendvereine zugegen sein, um bei wichtigen Anlässen den Ausschlag geben zu können. Diesen Gedanken wollte der K.-T. in den beiden folgenden Resolutionen Ausdruck geben: 1) Der K.-T. sieht in der Betätigung und Mitarbeit an den Jugendvereinen eine vornehme Pflicht der Bezirksverbände und der alten Herren des B. J. C. * Der K.-T. wünscht dagegen nicht, dass die Aktivitas des B. J. C. sich in der Mitarbeit an den Jugendvereiucn engagiert, 1. weil durch eine allgemeine Beschäftigimg in den Jugendbünden die Grundlage:) für die äussere Arbeit des B. J. C. völlig verschoben zu werden droht; 2. weil eine angemessene Erziehung im B. J. C. für unsere Aktivitas alle Zeit in Anspruch nehmen muss; 3. weil eine Gefahr darin besteht für die ivunnuieMiche Entwicklung der streng korporativen Gesinnung; 4. weil ferner die uns noch verfügbaren Kräfte unseren nationalen Institutionen zu gute kommen müssen. 2) Zur Unterstützung der Arbeit der A. H. A. H. des B. J. C. in den jüdischen Jugendvereineu ist der Eintritt der aktiven und inaktiven Burschen in sie notwendig. Ob diese Resolutionen, wie auch manche andere, grade glücklich gefasst sind, wird manchem zweifelhaft erscheinen. Doch ist neben der Kürze der Zeit, der umfangreichen Tagesordnung usw., auch das zu berücksichtigen, dass wir naturgemäss nur wenige geborene Gesetzgeber unier uns haben. Der K.-T. freute sich, feststellen zu können, dass das Programm bezüglich der Jugendvereine bereits an manchen Orten durchgeführt und auch schon einige Erfolge errungen sind. Denjenigen, die in den einzelnen Städten die Jugendvereinsbewegung organisieren wollen, legt der K.-T. dringend aus Herz, mit Takt, politischem Verständnis und unter Berücksichtigimg der örtlichen Verhältnisse zu Werke zu gehen, er empfiehlt ihnen, sich tunlichst vorher mit dem Präsidium ins Einvernehmen zu setzen. Von Seiten einiger Kartelltagsdelegierten wurde bei diesen Debatten unter allseitiger Zustimmung hervorgehoben, dass man über diese neuen Arbeitsgebiete die alten bewährten Institutionen, denen die