Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Studci Bezirksverbände. Auf den Zusammenhang all dieser Fragen immer und immer wieder hingewiesen zu haben, ist das Verdienst von ßbr. Felix Danzigcr, der damit auf diesem K--T. etwa dieselbe Rolle übernahm, die auf dem Freiburger Felix Rosen kliUjü spielte. Der einheitliche Grundgedanke all dieser Fragen ist der, dass der K--T. Ernst machen will-mit der PoHtisiemug des B. .1. C. und dass er vor allen Dingen von seinen allen Ferren eine tatkräftige Mitarbeit in allen jüdisch-politischen Angelegenheiten verlangt. An ArbeiLsmögüjiikeken ist für den A. F. des B. j. C. kein Mangel. Selche bietet :;n::ä:hsdas Arbeitsamt für indische Akademiker, über dessen Gründung Moses berichtete. Fs ist wohl bereits bekannt, wie es durch Max Berlowitz unermüdliche Arbeit gelang, eine grössere Anzahl jüdischer Notabelu. \ cn denen hier Chefred ">kteur Landau, Geh. Sanhätsrat Maretzki, Dr. Max Ginsberg genannt seien, für diesen Gedanken zu gewinnen. Daß Arbeitsamt für jüd. Akademiker hat sich bereits als Verein konstituiert.' Den ersten Vorsitz musste man dem Geheimrai Maretzki überlassen. Im übrigen befinden sich in der Leitung neben dem: Zeutralvereinsmann Heiiim.der. dem Zi: nisten Re:htsanwalt II mke und dem bekannten Dr. Max Ginsberg vier V. J. St.er, Vk.Lr A'imk, Max Dcilcwiizc Siegfried Moses und Rosenkranz, von denen Ferlowitz den zweiten Vorsitz und damit die tatsächliche Leitung knie hat. Man ist bereits dabei, ein Büro einzurichten, dessen Lenting gleichfalls ein V. J. St.er erhalten wird. Wenn wir den Frfolg, den wir durch die tatkräftige Arbeit einiger weniger V. .1. St.er — neben Biriovitz ist hier noch Moses zu nennen - ei/ieh haben, wirklich ausnutzen weilen, wenn wir uns den Fuhnes auf ctie>c Institution, die nr die wirtschaftliche, soziale und auch n^kiLehe Lage der dcut>J!en luden von der grössten Bedeutung werden kann, sichern wehen, so ist es nötig, dass alle alten Denen in das Arbeitsamt cinerea.*:!, dass sie die Verirnuensrnännerposten in den einzelnen Städten übernehmen und eifrig mitarbeiten. Der K--T. macht deshalb den Ix J. C.em, die ihr akademisches Studium beendet haben, dcii Eintriu k das Arbeitsamt für jüdische Akademiker und allen B. J. C.ern ile wirksame Unterstützung des Arbeitsamtes in seinen Arbeiten zinr Pflicht. ' Der K.-T. hat nicht verkannt, dass mit ier Schaffung dieses Arbeitsamtes die Juden Deutschlands eine m-ue, bisher ängstlich gemiedene Politik einzuschlagen beginnen, gegen die auch aus B. J. C.er Kreisen, insbesondere von Kc.be.rt Nussba'am, schwerwiegende [bedenken geäussert werden sine. Der K.-T. glaubte aber über diese Bedenken hinweggehen zu dürfen,, zumal die Verantwortung für diesen Schritt von allen grossen jüdischen Organisationen, Centraiverein, Logen, Zionistischer Organisation, mit übernommen wird. Ein anderes Arbeitsgebiet geben für die alten Herren des B. J. C. die Jugendvereine ab. Wenn diese nicht in ein unsern Be- 249