Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 8 (23.11.1909)
- Date
- 1909-11-23
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Der jüdische Student. einem Konvent und durch diesen dem K. T. zukommen zu lassen, und das genügt. Mögen sich Einzelheiten im jüdischen Leben ändern, mag die Auffassung über das Vorgehen in zionistischen Aktionen und die psychologische Auffassung der oder jener Gruppen von Juden zu corrigieren sein, wir — der Bund Jüdischer Corporatioiien und sein K. T. — haben damit nichts zu tun. Mehr als je mus? für den studentischen B. J. C. das Prinzip sich Geltung verschallen: wir sind akademisch und wollen es bleiben. : Aus diesem Grunde ist Rosenblüths Vorschlag ein Verstoss siegen unsere neue Errungenschaft: den heiligen Geist von der O fc> ö O Corporation. Ein dritter Punkt käme noch in Frage: Geben wir den B. Y. B. V. heutigen Aussehens jene Rechte? Neim.. Der oben besprochene Grund genügt, es käme hinzu: Leute, die nach den Ferien — in denen man sich schon eine Wahl der K. T.-Delegierten vorgenommen denken könnte — in ihren Vereinen reden und stimmen, dürfen weder wählen noch votieren. Nun möchte ich in Kürze sagen, was ich über die Möglichkeiten der B./V. B. V. denke und ihre etwaige Organisierung. Der B. Y. sei ein Y. J. St. in der Provinz, der Tatsache der regelmässigen Ferien von 5—6 Monaten Dauer im Jahr entsprechend. Er bewahre die heimkehrenden V» J. St.er vor dem Vergessen und Yerloddern, vermittle ihnen den Verkehr mit den gespannt lauschenden und mit Erfahrungen und Vergleichen vergeltenden Alten Herren und den Bbr. Bbr., die während des vergossenen Semesters anderswo aktiv waren. Diese Anregungen und Erinnerungen für alle machen aus den Einzelnen eine Einheit die darauf bedacht ist, dem Ganzen zu dienen. Die A. H. A. EI., die während des Semesters in den Familien ihres Verkehrs spioniert haben, Nachwuchs gesehen, ihm von unseren Jungen erzählt haben, von ihrem frischen Judenmut und ihren kräftigen Armen, sie senden nun ihre jungen Bundesbrüder als ihre Zeugen herum. Nach einiger Zeit der Einzelarbeit treffen sie sich im Cafe, eine grosse Keilkneipe, eine. Besprechung der gerade discutierfähigen B. J. C.¬ Fragen an einem anderen Tag schliessen sich daran — dann fahren die Jungen nach der Universitätsstadt, um nichts reiche^,, die Alten bleiben froh, aber erhoben zurück, vielleicht wird ihnen so zu .Mute sein wie damals, als sie als junge Studenten aus den?. Semester schieden. Und treffen sie sich dann in der Gemeinde, dem Litteraturverein, vor allem der Ortsgruppe — ich glaube, sie wissen da, dass sie zusammengehören. Ich bin überzeugt, dass dies bei geeigneter Erziehung im allgemeinen der Gang der Ereignisse sein wird. Die Ferien, die Heimkehr der V. J. St.er, die sind das erhaltende, che sich steigernde Sehnsucht der steigenden Anzahl von Alten Herren das hebende und entwicklungssichere Moment für unsere Bezirksver-