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Der jüdische Student · 1909-10-21 · Heft 7 (21.10.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 7 (21.10.1909)
Date
1909-10-21
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Der; jüdische ßtudent. 171 sein. Dem Präsidium könnte freistehen, einige Themen zu empfehlen. Keineswegs dürfte aber eine von allen zu bearbeitende Preisaufgabe in Frage kommen, wie denn prinzipiell' eine mögliebst elastische Reichhaltigkeit zu erstreben ist. Wir wollen ja „geistiges Rüstzeug" zum Kampf in verschiedenen Fronten. Die Arbeiten müssten naturgemäss einer doppelten Beurteilung Hinterliegern Erst wählen die wissenschaftlichen Kommissionen die b?ste Arbeit ihres K. V. aus, ohne dem Gewählten davon Kenntnis m geben. Dann trifft das engere Comite beim Präsidium aus diesen mit Kennwort versehenen Arbeiten die Wahl. Für diese erste Hauptfrage liesse sich jedenralls unschwer eine befriedigende Lösung1 finden. Ich habe eine so hohe Meinung vom B. J. C, dass ich glaube: auch für die zweite. Denjenigen hätte der Segen unserer Tradition nicht bereister un «^spendend durchströmt, der nicht den hoch- * sten Ansporn aus der Aussicht zöge, das Land <d:er Väter mit eigenen Augen zu schauen; und da5 wäre kein richtiger B. J. C.er, dem die Freude des so Beglückten nicht schönste Befriedigung gewährte. Welch ungeheure Schwungkraft wir in umsere Reihen mit solcher Palästina'ahrt brächten, werden auch die innter uns einsehen, die Gegenwartsarbeiter als Leute betrachten, die :m\ Wege Steine klopfen. Gewiss, wir wollen mehr sein als Palävtinakenner, aber darum gar keine Palästinakenner? Wir erweisen der Zukunft unseres Volkes einen wackeren Dienst, wenn wir ihm eine auserlesene Schar stellen, die mit geistiger Kraft und unerschütterlicher Hingabe lebendige Anschauung verbindet, deren Vereinigung erst sie recht befähigt, über unsere Gesundung zu urteilen, zu bestimmen und zu wachen. Wenn Ihr an das Heil des Judentums und des B. J. C. denkt, was darf es Fuch scheren, dass ich für mein Palästinastinendium öOt) M. verlange? Prst kürzlich, in der Freiburger Krise, hat sich der B. J. (.'.er Opfei nmt bewällirt, als an einem Abend- „das Präsidium rief und alle, alle kamen"- Sollte es denn nichc möglich sein, dass entweder im Ftat des IPräsidiums meine Summe eingestellt und durch einen entsprechend erhöhten Präsidiumsbeitrag eingebracht wird, oder dass sie unsere B. V. B. V. oder etwaige A- II.-Bünde durch Jahresbeiträge garantierten? Falls die von mir geforderte Summe nicht ausreicht, s<> erhöht sie, bis man mit ihr. eine einigermassen genügende Studienreise bestreiten kann. Um den Charakter der ernsten Studienreise auf alte Falle aufrechtzuerhalten, schlage ich auch vor, erst nach erfolgter Inaktivierung das Stipendium zu vergeben. So hat ck-r Preisträger die Möglichkeit, inzwischen entsprechende Studien, speziell sprachliche zu machen, wie überhaupt seinen Gesichtskreis zu erweitern und sich urteilsfähiger zu machen. Hat unsere Wahl; nicht nur einen der Tüchtigsten, sondern einen der Besten getroffen, so ist seine Burschenzeit sicher ein Gewinn für den B. J. C; sollten wir an einen Unwürdigen gekommen sein, so hätten wir es in der Hand, ihm die Inaktivierung zu versagen. Mit dieser Massregel gewännen

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