Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 7 (21.10.1909)
- Date
- 1909-10-21
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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}72 Der jüdi-ehe Student. wir auch ein gutes Mittel, den Zuzug, den das Stipendium uns bringen würde, zu sichten und bequeme „Genies" davon fernzuhalten, kurzsemestrige Gastrollen bei uns zu geben. Ich bin davon überzeugt, dass ich meinen Gegenstand nicht durchaus erschöpft habe, aber ich glaube an die Lebensfähigkeit meiner Anregung. Ich weiss, dass ich im letzten (irunde an demselben Uebel kranke, wie A. H.. Kirschner, an unheilbarem Optimismus, aber ich trage mein Leiden — wie. wohi.auch er — mit lachendem Munde und las-e mich gern einen unverbesserlichen Idealisten schelten, wenn nur ein K. Y. meinen Vorschlag aufnimmt und dem nächsten K. T. unterbreitet. J a c o b j a c o b s o n .(öneseni Y. J. St. Maccabaea. Zur Aufnahme des Bonner J. W. Y. Auch wenn meine Informationen über den j. \Y. V. und die Geschichte seines Aufnahmege s u ch s so lauteren v. :e diejenigen, die Bbr. Herlitz in der letzten Nuiraiie" dies J. St. \ eröffentiieht hat, würde ich an vielem Anstoss nehmen müs-en, was in jenem Artikel steht. Uebcr die Angelegenheit selbst und ihre Fortsetzung wird wohl auf dem K. T. eingehendere Krörierun.; stat.rinden. Hier will ich nur darauf hinweisen, wie ausserordentlich wenig begründet nach Herlitz* Ausführungen diese Aufnahme war. Her A. IL Weil, der dem Präsidium ah Obergutachter galt, erklarte, dass die J. W. Wer in jüdischer Hinsicht „völlig unbeschriebene Blatter" seien - - das hat da- Prä idiem als etwas Gutes aufgefasst. Gewiss, wenn mau nicht gerade dar/oer verhantjeIn will, ob mau ausgesprochene Assimil uUeri in den 1». j. C. autnehmen wolle. Ks sollen weiter nach dem Bericht nur ein paar tüchtige und tenilcnzfeste Y. J. St.er fehlen, die in Botin studieren wollen. Kurz gesagt heisst das: die elemenraren Grunde, die gegen jede Gründung von seiten des B. J. C. sprechen, bestehen bei der Gründung Bonn in völlig unvermindertem Masse. Denn bekanntlich gibt es keinen einzigen überflüssigen .Mann im B. J. C, dagegen besteht eine UeberweisungsYage. In seinem Bericht tut Herlitz so, als wurste er ve>n den Dingen gar nichts, freut sich über das neue Reis und vergisst wie das ganze Präsidium das ABC unserer Taktik'. Dafür steht bei ihm geschrieben, dass der K. T. aus der provisorischen eine endgültige Aufnahme machen solle — wo doch unser K. T.-Statut, das 'Jsemestriges Kenoncierer. verlangt, nicht zum Spass verfasst worden ist und diese Acusscrung eine durch nichts motivierte Beeinflussimg seitens des Präsidiums ist. Ich glaube vielmehr, dass auf Grund ergänzender hiformatio-